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IFA in Berlin: Neuerungen, aber keine Revolution

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IFA in Berlin: Neuerungen, aber keine Revolution

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Die Internationale Funkausstellung in Berlin ist die größte Messe für Unterhaltungs- und Haushaltselektronik in Europa. Jedes Jahr findet sie statt, dieses Mal geht es am 2. September los. Gut 240.000 Besucher werden erwartet, 1600 Aussteller sind vor Ort. Und wie so oft gibt es auch diesmal allerhand Neuheiten zu sehen. Für Smartphones dürfte es bessere Bildschirme, Prozessoren und Kameras geben, aber keine wirklichen Neuerungen, die den Smartphone-Markt grundlegend umkrempeln.

Amir Tamannai von GIGA Android Technology sagt: “Wir haben derzeit einen Innovations-Gipfel erreicht, denn es gibt nichts, was man tun könnte, das wirklich neu wäre. Man kann Smartphones leistungsfähiger machen, was niemand wirklich braucht, denn selbst da, wo man wirklich Hardware-Power braucht, bei Spielen, ist es so, dass heute jedes Spiel auf praktisch allen Smartphones läuft. Virtuelle Realität ist etwas anderes, vielleicht brauchen wir da mehr Leistung. Aber das ist problemlos machbar. Auch die Bildschirme können größer werden, mit besserer Auflösung. Aber es gibt eben diesen natürlichen Punkt, ab dem es keine Vorteile mehr gibt, selbst mit höherer Auflösung.”

In den vergangenen Jahren gab es einen Boom bei günstigeren Smartphones. Hier haben sich chinesische Unternehmen wie Huawei, Xiaomu und ZTE etabliert, auch Samsung ist mit billigeren Geräten dabei. Insgesamt hat sich der Smartphone-Markt aber etwas verlangsamt. In diesem Jahr, sagen Experten, wird er um etwa 3 Prozent wachsen. Vergangenes Jahr waren es noch mehr als 10, vor zwei Jahren fast 28 Prozent. Das könnte auch heißen: Weniger Investitionen in Smartphones.

Tamannai: “Einerseits könnte man einfach sagen, der Markt ist gesättigt, jeder hat ein Smartphone und die Leute sind zufrieden mit ihren Handys oder mit der Idee davon, wie ein Smartphone sein sollte. Sie suchen nicht mehr wirklich nach Neuem oder neuen Produkten. Auf der anderen Seite wissen die Hersteller aber gar nicht, was sie mit neuen Produkten groß Innovatives machen sollen. Das ist gut für Konsumenten aber schlecht für die Innovation. Günstige und billige Smartphones sind sehr vielseitig und qualitativ gut, es gibt also keinen Bedarf mehr für hochpreisige Produkte.”

Smartphones werden mehr und mehr zu einem festen Bestandteil unseres Alltags. Autos, Kühlschränke, Lampen, Thermometer, alles ist mit dem Internet verbunden. Und das Smartphone dient als Kontroll- und Steuerstation für all das. Und hier liegen die Innovationen der Zukunft, sagen einige Fachleute.

Shu On Kwok von Android Pit Technology News: “Das Smartphone ist das Gehirn für andere Dinge. Man kann Drohnen damit steuern oder Virtual-Realitiy-Filme und -Spiele darauf anschauen. Das gesamte Ökosystem rund um Smartphones wird immer wichtiger. All die damit verbundenen Gegenstände wie Smartwatches, auch wenn die bisher noch kein Erfolg sind. Aber in kleinen Schritten wird es immer mehr Verbindungen mit dem Smartphone geben, und das wird immer wichtiger.”

Aber natürlich gibt es auch dieses Jahr wieder Verbesserungen und neue Technologien. Auch wenn, wie gesagt, keine Revolution dabei sein wird.

Tamannai: “Die Optimierungen, die wir in den kommenden Jahren erwarten und erhoffen können, sind längere Akkulaufzeiten, bessere Kameras, bessere Fingerabdruck-Sensoren, die auch effizienter eingesetzt werden können. Auf jeden Fall werden Hardware und Smartphones wohl wirkungsvoller eingesetzt werden können.”

Erste Produkte werden schon vor dem offiziellen Ausstellungsbeginn vorgestellt, die Messe selbst geht dann bis zum 7. September.

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