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Staus nach Protest gegen Flüchtlingslager in Calais

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Staus nach Protest gegen Flüchtlingslager in Calais

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Im nordfranzösischen Calais haben Lkw-Fahrer und Einwohner der Stadt gegen das Flüchtlingslager in der Nähe des Ärmelkanals protestiert. Auf der Autobahn Richtung Hafen kam es zu kilometerlangen Staus.

Die Demonstranten fordern die umgehende Räumung des Lagers. Ihnen zufolge gefährden die fast 7.000 Flüchtlinge Ruhe und Ordnung in der Stadt und stören den Lastverkehr.

“Ich bin total erschöpft”, klagt ein Geschäftsmann. “Ich beschäftige in meinem Unternehmen zwölf Menschen. Ich kann nicht mehr.” Ein Lastwagenfahrer sagt, er habe genug von den Migranten in Calais: “Sie werden immer aggressiver. Wenn wir morgens losfahren, wissen wir nicht, ob wir abends zurückkehren können wegen der Steine und Eisenstangen auf der Fahrbahn. Die haben sogar Macheten. Mein Sohn ist zwölf Jahre alt und ich will nicht, dass er als Waise aufwächst.”

Viel Einwohner des Lagers, das unter dem Namen Dschungel bekannt ist, versuchen immer wieder, mit illegalen Mitteln nach Großbritannien zu gelangen. Laut Natacha Bouchart, der Bürgermeisterin von Calais, erlaubt das französische Recht weder die Verhaftung von Flüchtlingen, Schleppern und militanten Demonstranten noch das Ergreifen anderer Strafmaßnahmen.

Der französische Innenminister Bernard Cazeneuve kündigte nach einem Besuch in Calais in der vergangenen Woche die Auflösung des Lagers an, nannte aber keinen Zeitpunkt für die Räumung.

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