Eilmeldung

Sie lesen gerade:

Chaos in Rom: schlechter Start für die neue Bürgermeisterin Virginia Raggi

welt

Chaos in Rom: schlechter Start für die neue Bürgermeisterin Virginia Raggi

Werbung

Knapp drei Monate nach ihrem fulminanten Wahlsieg verliert die neue Bürgermeisterin Roms Virginia Raggi wieder einen wichtigen Mitarbeiter. Der neue Finanzstadtrat Raffaele De Dominicis hatte den Posten erst vor wenigen Tagen übernommen. Sein Vorgänger war Ende vergangener Woche nach parteiinternen Querelen zurückgetreten, sowie die Chefin des Kabinetts, zwei Topmanager der öffentlichen Verkehrsbetriebe Atac und der Chef der städtischen Müllentsorgungsgesellschaft Ama.

Abgesehen davon wird gegen die Umweltbeauftragte Paola Muraro, die eigentlich das berüchtigte Müllchaos in der Stadt in den Griff kriegen soll, wegen Amtsmissbrauchs ermittelt. Sie war jahrelang als Beraterin für Roms Müllentsorgungsfirma tätig – zuständig genau für den Skandalbereich – und kassierte dafür mehr als eine Million Euro Honorare.

Das Chaos in Rom ist peinlich für die 38-jährige Virginia Raggi und wirft kein gutes Licht auf die Fünf-Sterne-Protestbewegung, die der Komiker Beppe Grillo gegründete hatte, und die sich als Alternative zum traditionellen Politikbetrieb versteht. Scheitert die Partei in der Hauptstadt, könnte das landesweit einen negativen Trend auslösen.

“Raggi übersteht das Ganze sehr gut und sie wird weitermachen. Wir werden sicherstellen, dass das Programm der Fünf-Sterne-Partei für die römischen Bürger eingehalten wird.” Beppe Grillo sagte ausserdem, Raggi sei zurzeit in einer ähnlich schwierigen Situation wie der erste schwarze Bürgermeister 1968 in Mississippi.

Virginia Raggi hatte bei ihrem Amtsantritt im Juni versprochen, das hoch verschuldete Rom nach jahrelanger Misswirtschaft und
einem großen Mafia-Skandal aus der Krise zu führen. Sie räumte nun zwar einen «Rückschlag» ein, betonte aber,
dass die Rücktritte die Stadtregierung alles in allem stärker machen würden.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden.euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

Automatische Übersetzung

Nächster Artikel