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Bunt und vielfältig: Ein Rundgang durch Lima

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Bunt und vielfältig: Ein Rundgang durch Lima

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Kultur und Abenteuer, Geschichte und atemberaubende Landschaften: all das gibt es in Lima.

Kultur und Abenteuer, Geschichte und atemberaubende Landschaften: all das gibt es in Lima. Ob Sie im Pazifik surfen oder mit dem Gleitschirm über Limas Stadtteil Miraflores fliegen: Perus Hauptstadt bietet Ihnen zahlreiche herausragende Attraktionen.

Offiziell wurde Lima im Jahr 1535 vom spanischen Eroberer Francisco Pizarro gegründet, auf den Fundamenten einer Eingeborenensiedlung. Tatsächlich reicht die Geschichte der Stadt noch viel weiter zurück. Luis Repetto ist Präsident des Internationalen Netzwerks lateinamerikanischer Museen. Wir treffen ihn auf dem Hauptplatz der Stadt.

“Dies ist die Plaza de Armas, der Platz der Waffen, denn im 17. und 18. Jahrhundert wurde Lima häufig von Piraten angegriffen, und die Waffen wurden im Regierungssitz gelagert. Wenn der Piraten-Alarm losging, eilten die Leute zum Sitz der Regierung, holten die Waffen und verteidigten die Stadt.”

24 Stunden in Lima

  • Lima wurde 1535 vom spanischen Eroberer Francisco Pizarro gegründet.
  • Die Stadt wurde zunächst Ciudad de los Reyes genannt.
  • Die Plaza Mayor, auch Plaza de las Armas, ist der ‘Geburtsort’ Limas. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören der Regierungspalast, die Kathedrale und der Palast des Erzbischofs. Die Altstadt gehört zum UNESCO-Welterbe.
  • Lima ist die einzige Hauptstadt Südamerikas am Pazifischen Ozean.

Allenthalben sieht man historische Bauwerke und Monumente.

Repetto: “Zunächst einmal ist hier der Regierungspalast, das wichtigste politische Zentrum Perus. An diesem Ort befand sich das Haus des letzten vorspanischen Herrschers. Es wurde zum Regierungssitz, denn hier befand sich die zentrale Wasserkontrollstelle. Und wer das Wasser kontrolliert, hat – bis heute – die Macht.”

Über die Fußgängerstraße Jirón de la Union ist die Plaza de Armas mit einem anderen historischen Platz verbunden, der Plaza San Martín. Die Straße galt lange als vornehmster Boulevard der Stadt. Hier trafen sich die Reichen und und Schönen.

Luis Repetto: “Heute herrscht hier im historischen Zentrum ein ganz anderes Treiben, denn es ist zum Einkaufszentrum geworden. Vor vielen Jahren war es ein sozialer Treffpunkt, etwa in den Zwanziger- und Dreißigerjahren, zur Zeit, als die Musik, die Literatur Limas auf dem Höhepunkt waren. Damals sagte man, Lima war der Jirón de la Unión, und der Jirón de la Unión war Peru.”

Am Eingang zur Altstadt: Das Kunstmuseum MALI. Das Gebäude wurde im Jahr 1872 für die erste internationale Ausstellung von Lima eingeweiht. Heute ist hier die größte Sammlung peruanischer Kunst von präkolumbianischer Zeit bis heute zu sehen.

Natalia Majluf: “Es gibt hier präkolumbianische Keramiken, Bauernmalerei, koloniale Silberschmiedearbeiten, Fotografien, Aquarelle und Textilzeichungen aus dem 20. Jahrhundert. Im Zentrum steht dabei immer die künstlerische Kultur und der ästhetische Wert der Werke.”

Einen Stadtteil sollte man auf jeden Fall besuchen: Barranco. Der Bezirk ist voller Farben, kleiner Restaurants und Cafés. Die Kunstexpertin Maria José Gueudet führt uns durch Barrancos Straßen.

“Die Menschen lebten früher normalerweise im Stadtzentrum. Und im Sommer verbrachten sie dann mit ihren Familien drei Monate in diesen herrschaftlichen Häusern, die als Strandhäuser dienten. In Barranco gibt es rund 24 Kunstgalerien und drei große Museen. Außerdem gibt es hier eine große Menge kleiner Ateliers von Künstlern.”

Maria José ist außerdem Leiterin eines restaurierten “Casonas”, eines dieser Häuser in kolonialer Bauweise. Heute ist es ein Hotel und eine bekannte Galerie.

Maria José Gueudet erzählt: “Dieses Hotel wurde 1914 gebaut, es ist also 102 Jahre alt. 20 Jahre stand es leer, es wurde von Künstlern restauriert. Es dauerte drei Jahre, um das Haus wiederherzustellen.”

Wir wollten Lima nicht verlassen, ohne vom Fußweg Malecón am Pazifik aus den Sonnenuntergang zu betrachten.

Und natürlich konnten wir auch nicht nach Europa zurückkehren, ohne einen Blick auf die Lehmpyramide im Stadtteil Miralores zu werfen.