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Flirt und Mobbing: Peter Tauber und die CDU-Sexismus-Debatte


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Flirt und Mobbing: Peter Tauber und die CDU-Sexismus-Debatte

In der Sexismus-Debatte der CDU, die seit der vergangenen Woche und der Anklageschrift von Jenna Behrends unter großem Interesse der Öffentlichkeit geführt wird, gerät jetzt auch CDU-Generalsekretär Peter Tauber (42) immer mehr unter Beschuss.

“Rein optisch wäre sie ein Gewinn”

So soll sich Peter Tauber – wie er inzwischen einräumte – in einer E-Mail über eine Parteikollegin mit dem Satz “Rein optisch wäre sie ein Gewinn” geäußert haben.

Die Süddeutsche Zeitung zitiert Taubers E-Mail auch mit dem Titel Hallo Jungs, wir haben ein neues Problem: die Frauenunion.

Die FAZ machte sich schon am Montag unter dem Titel “Die Leiden des jungen T.” ein bisschen über Peter Tauber lustig.
Und legte dann nach.

Die “Kaninchen” kommen in der Presse deshalb vor, weil Tauber vor zehn Jahren unter dem Titel “Pflegehinweise für Kaninchen” ein neunseitiges Pamphlet verfasst haben soll, in dem es darum geht, eine missliebige Kollegin aus dem Amt zu ekeln. Dabei wird auch die Kündigung der bei der CDU beschäftigten Tochter als Drohgebärde in Erwägung gezogen.

Damals – vor zehn Jahren – war Peter Tauber der Chef der Jungen Union in Hessen.

Doch inzwischen ist der CDU-Generalsekretär eigentlich bekannt dafür, dass er sich gerne in den sozialen Medien äußert und dort andere auch schon mal wegen mangelnder Moral kritisiert. Er hatte zudem die eigene Partei dazu aufgefordert, sich mit der Sexismus-Debatte zu beschäftigen.

Liaison zwischen Peter Tauber und Jenna Behrends

Nicht wirklich lustig für die beiden Betroffenen ist wohl, dass jetzt CDU-Frauen aus Berlin öffentlich gemacht haben, dass Peter Tauber und die Auslöserin der Sexismus-Debatte Jenna Behrends offenbar ein Verhältnis hatten. Sandra Cegla und Zana Ramadani von der “Frauenunion Mitte” haben dazu sogar eine Pressemitteilung herausgegeben, in der sie detailliert beschreiben, wie Jenna Behrends (26) ihnen ihre Liaison mit Peter Tauber (42) unbedingt erzählen wollte.

Ob es nur ein “Flirt” war, wie Peter Tauber eingeräumt hat, oder mehr – ist angesichts der Debatte mittlerweile wohl nicht mehr wichtig.

Merkel soll eingreifen

Tauber soll in seinem Wahlkreis in Hessen Frauen gemobbt haben. Der hessische SPD-Vorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel fordert sogar Angela Merkel auf, in die Debatte einzugreifen.

Dr. Katja Leikert jedenfalls – die Frau, die Tauber vor ein paar Jahren als “optischen Gewinn” bezeichnete, sitzt inzwischen für die CDU im Bundestag.

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