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Ukrainischer Journalist in Moskau festgenommen - Protest aus Kiew

Der Mann arbeitete in Frankreich und soll auf einer privaten Reise nach Russland spioniert haben - so der Vorwurf aus Moskau.

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Russlands Inlandsgeheimdienst FSB hat in Moskau einen ukrainischen Journalisten wegen Spionage festgenommen. Der 47-Jährige arbeitet als Korrespondent der ukrainischen Staatsagentur Ukrinform in Frankreich und war nach eigenen Angaben privat nach Russland gereist. Der FSB wirft ihm vor, Informationen über die russischen Streitkräfte und die Nationalgarde gesammelt zu haben. Das Außenministerium in Kiew protestierte scharf und sprach von erfundenen Anschuldigungen. Ein Gericht ordnete zwei Monate Untersuchungshaft an, meldete die Agentur Interfax.

Wegen der russischen Einverleibung der Halbinsel Krim 2014 und des Konflikts in der Ostukraine gelten die Beziehungen der beiden Ex-Sowjetrepubliken als zerrüttet. Bei neuen Verstößen gegen die Waffenruhe in der Ostukraine wurden auf Regierungsseite ein Soldat getötet und zwei verletzt. Schwerpunkt der Kämpfe war die Ortschaft Krymske im Luhansker Gebiet. Dabei sollen auf Rebellenseite ebenfalls ein Soldat getötet und zwei verletzt worden sein. Für den Nachmittag kündigten die Donezker Aufständischen den Abzug ihrer Einheiten aus der Ortschaft Petriwske an. Petriwske ist einer von drei vereinbarten Frontabschnitten, an denen eine Entflechtung der Gegner stattfinden soll. Am Wochenende zogen beide Seiten bereits ihre Kämpfer im Gebiet des Bergarbeiterstädtchens Solote ab.