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Tempelberg-Streit: UNESCO reagiert auf Kritik Israels


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Tempelberg-Streit: UNESCO reagiert auf Kritik Israels

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Die Unesco hat auf die Kritik Israels an einem Resolutionsentwurf reagiert, der in den Augen der israelischen Regierung und jüdischer Verbände die jüdischen Wurzeln in Jerusalem verneint. Als Reaktion setzte Israel die Kooperation mit der UN-Kulturorganisation bis auf weiteres aus.

Nun hob die UNESCO die Bedeutung der Stadt für alle drei monotheistischen Weltreligionen hervor. “Das Erbe Jerusalems ist unteilbar und jede seiner Gemeinschaften hat ein Recht auf die klare Anerkennung seiner Geschichte und Beziehung mit der Stadt”, sagte UNESCO-Leiterin Irina Bokowa am Freitag in Paris. Dies gelte für das Judentum, das Christentum und den Islam.

Michael Worbs, der Leiter des Exekutivkomitees der UNESCO, wo der Text kommende Woche erneut beratenw erden soll, sagte: “Das Komitee hat 58 Mitglieder, alles sind Regierungsvertreter. 24 Mitglieder haben für diesen Entwurf gestimmt, das zeigt, dass über dieses Thema große Uneinigkeit herrscht. Und die Ursache dieser Uneinigkeit liegt nicht innerhalb der UNESCO, sie kommt aus der echten Welt, sozusagen.”

Während die palästinensische Seite den Schritt der UNESCO begrüßte, kam von Israels Regierung scharfe Kritik. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte: “Mit dieser absurden Resolution hat die UNESCO das bisschen Legitimation, das sie noch hatte, verloren. Aber ich bin sicher, die historische Wahrheit ist stärker, und sie wird sich durchsetzen.”

Stein des Anstoßes war unter anderem der Umstand, dass der Tempelberg in dem Resolutionstext nur mit dem arabischen Namen aufgeführt war. Der Tempelberg hat sowohl für Muslime als auch für Juden eine zentrale Bedeutung. Außerdem war von Israel als “Besatzungsmacht” die Rede. Die Resolution war von Palästinensern und mehreren muslimischen Ländern eingereicht worden. Auch die Zustimmung kam vor allem aus den Reihen islamischer Staaten.

Neben der israelischen Regierung hatten auch der Zentralrat der Juden in Deutschland und der Jüdische Weltkongress die UNESCO kritisiert.

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