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Nach BASF-Unglück: Sorge um 8 Schwerverletzte, Pannenserie und Steamcracker

Am Tag nach der Explosion im BASF-Werk von Ludwigshafen beschäftigt sich auch die Staatsanwaltschaft damit herauszufinden, wie es zu dem schweren Unglück kommen…

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Nach BASF-Unglück: Sorge um 8 Schwerverletzte, Pannenserie und Steamcracker

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Am Tag nach der Explosion im BASF-Werk von Ludwigshafen beschäftigt sich auch die Staatsanwaltschaft damit herauszufinden, wie es zu dem schweren Unglück kommen konnte. Zwei Menschen wurden getötet, acht weitere liegen schwer verletzt im Krankenhaus. Bei den beiden Toten handelt es sich um Mitarbeiter der BASF-Werksfeuerwehr. Eine Person wurde auch am Dienstagnachmittag noch vermisst.

Die Staatsanwaltschaft Frankenthal in Rheinland-Pfalz erklärte, sie habe einen Gutachter eingeschaltet.

“Es steht zum Teil nicht sehr gut um diese Menschen”

Von den acht Schwerverletzten befanden sich am Dienstag sechs auf der Intensivstation. Das gab die BASF-Sprecherin Barbara Suckale bekannt.

“Es steht zum Teil nicht sehr gut um diese Menschen”, sagte der Dezernent der Stadt Ludwigshafen Dieter Feid, der für die Feuerwehr zuständig ist.

Offenbar kommt es in Ludwigshafen bei BASF sehr oft zu Zwischenfällen, wie Bewohner berichten.

Fragen zu Steamcrackern

Zu den meistgeklickten Seiten im deutschsprachigen Internet zählt die Seite auf dem BASF-Portal, auf dem das Unternehmen erklärt, was Steamcracker sind. In den Steamcrackern, die rund um die Uhr im Betrieb sind, wird Rohbenzin auf 840 Grad Celsius erhitzt.

Auch im August wurden in der Lokalpresse Fotos einer Panne der Steamcracker veröffentlicht.

Sorge um Umweltverschmutzung

Greenpeace-Mitarbeiter Manfred Sanden entnahm – laut dpa – am Rhein Wasserproben – ein Ergebnis erwartet er für Anfang kommender Woche. Sollte es sich
bei den verbrannten Stoffen tatsächlich um Propylen und Ethylen handeln, sei es zwar problematisch. Allerdings wären die Folgen bei freigesetzten chlorierten Kohlenwasserstoffen noch schwerwiegender.

Ausschließen konnte BASF bisher aber nicht, dass chlorierte Kohlenwasserstoffe verbrannt sind.

Greenpeace veröffentlicht auch eine Karte mit dem vermuteten Verlauf der Rauchwolke.

Zwischen dem Landeshafen Nord und dem Rhein wurden Wassersperren errichtet. Sie sollen verhindern, dass Chemikalien in den Fluss
gelangen.

Laut vorheriger Berichte sind bei BASF allein 2016 schon mindestens 14 Mal giftige Stoffe ausgetreten.