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Russland: Hunderte spielen napoleonische Schlacht nach

Die unerwartete Schlacht von Malojaroslawez im Jahr 1812 endete für Russland mit einer taktischen Niederlage, war aber ein strategischer Sieg.

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Russland: Hunderte spielen napoleonische Schlacht nach

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Mitglieder russischer Clubs für historische Nachstellungen haben am Sonntag die Schlacht von Malojaroslawez nachgestellt. Die Kämpfe waren Teil des napoleonischen Feldzuges gegen Russland. Im Verlauf der Schlacht im Oktober 1812 wurde die kleine Stadt rund 120 Kilometer südwestlich von Moskau acht mal wechselseitig erobert bzw. zurückerobert.

Wie vor mehr als zwei Jahrhunderten “attackierten” sich die beiden Armeen aus insgesamt rund 300 Schaustellern mit Infanterie, Kavallerie und Artillerie. Die echte Schlacht forderte über mehrere Tage hinweg rund 12.000 Opfer.

Die Schlacht von Malojaroslawets gehört zu den weniger bekannte des Russlandfeldzuges. Sie ging zwar leicht zuungunsten der russischen Armee aus, durchkreuzte aber Napoléons Pläne und zwang seine Grande Armée schließlich auf eine andere Rückzugsroute.

Geplant war die Schlacht in diesem Umfang auch nicht. Fürst Kutosow, unter dem die russischen Kräfte zur Attacke übergingen, glaubte anfangs an eine kleine Zahl napoleonischer Soldaten auf der anderen Seite. Tatsächlich handelte es sich aber nur um eine Vorhut der gesamten Grande Armée. Napoléon hatte zuvor wegen der schlechten Versorgungslage den Rückzug aus Moskau befohlen, zur Überwinterung weiter im Süden. Erst im Verlauf der Schlacht erhielten die Russen dann selbst weitere Verstärkung.