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Island wählt ein neues Parlament: Piraten könnten Regierung umkrempeln

Vorgezogene Wahl wegen Enthüllungen über Briefkastenfirmen

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Island wählt ein neues Parlament: Piraten könnten Regierung umkrempeln

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Es sind vorgezogene Wahlen in Island, denn die Regierung von Ministerpräsident Sigmundur David Gunnlaugsson ist nach Enthüllungen über Briefkastenfirmen in Panama am Ende. Umfragen zufolge könnte eine von der Piratenpartei angeführte Koalition die Mitte-Rechts-Regierung beenden.

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"Ich möchte, dass die Korruption in der Politik aufhört"

Solveig Lilja Oladottir Wählerin, Island

“Wir wollen das Land nicht auf den Kopf stellen”, beschwichtigt die Piraten-Kandidatin Birgitta Jonsdottir die Wähler, die einem allzu progressiven Kurs gegenüber noch Vorbehalte haben, “wir wollen das Land nur ins 21. Jahrhundert bringen. Das erreichen wir, indem wir uns trauen, die Dinge etwas anders anzugehen.”

Am Ende ausschlaggebend könnte der Kandidat der liberalen Partei Vidreisn, Benedikt Johannesson, sein. Seine Partei gilt als Königsmacher. Festgelegt hat sich Vidreisn noch nicht, Beobachter vermuten aber, dass Johannesson aus wirtschaftspolitischen Erwägungen lieber mit den regierenden Konservativen koalieren würde.

Die Themen des Wahlkampfs waren unter anderem Gesundheitswesen, die Beziehungen zur EU, mit der Island die Beitrittsverhandlungen 2015 abgebrochen hat, und Fischerei. Die Isländer bekommen vielleicht unerwartet sogar etwas mehr Zeit für die Entscheidung, wer sie in diesen Punkten weiterbringt: Die Wahllokale sollten eigentlich um 22 Uhr schließen, wegen des schlechten Wetters könnte das aber noch ein bisschen hinausgeschoben werden.