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Gustav Klimt's "Kuss" zum Anfassen


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Gustav Klimt's "Kuss" zum Anfassen

Menschen mit einer Sehbehinderung können dank eines EU-Projekts erstmals berühmte Gemälde entdecken, bzw. ertasten.

“Der Kuss” von Gustav Klimt ist weltberühmt und jedes Jahr reisen mehr als eine Million Menschen nach Wien, um das Gemälde zu sehen.

Aber was, wenn man nicht sehen kann? Das Belvedere Museum hat im Rahmen eines von der EU finanzierten Projekts eine 3D-Kopie des Gemäldes erstellt.

Dominika Raditsch ist eine der ersten, die diese besondere Kopie des Gemäldes, ertasten kann. Sie verlor ihr Augenlicht im Alter von vier Jahren aufgrund einer schweren Entzündung.

Sie beschreibt ihre ersten Eindrücke: “Es ist irgenwie rund. Es ist so umschlungen, umwunden. Das spürt man. Das kommt mit. Und dann ist es an vielen Stellen so glatt. Dann denke ich mir gleich, wahrscheinlich glänzt das auch. Ich sehe das nicht, aber ich denke mir das dazu. Die Fantasie wird ganz schön angeregt.”

Gemälde zum Fühlen: Dominika kann nun das Meisterwerk von Klimt begreifen und sich eine Vorstellung davon machen.

Andreas Reichinger arbeitet seit fünf Jahren an diesen interaktiven Tastreliefs. “Der “Kuss” war bislang mein schwierigstes Exponat. Es handelt sich um sehr figurative, körperliche Teile. Und zum anderen diese sehr flach wirkenden, ornamentalen Bereiche,” erklärt Reichinger.

Das Belvedere Museum hat mit dem EU-Projekt AMBAVis zusammengearbeitet, um Menschen mit einer Sehbehinderung ein Kunsterlebnis zu ermöglichen.

Sie können das Bild erfühlen und wenn sie bestimmte Punkte berühren, bekommen sie zudem Audioinformationen.

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