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Boris Johnson sagt EU-Dringlichkeitstreffen zu Trump-Wahl ab


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Boris Johnson sagt EU-Dringlichkeitstreffen zu Trump-Wahl ab

Der britische Außenminister Boris Johnson nimmt nicht am Sondertreffen seiner EU-Kollegen am Sonntagabend in Brüssel teil, bei dem die Lage nach den US-Wahlen beraten werden soll. Johnson werde zum regulären Außenministertreffen am Montag kommen, erklärte ein Außenamtssprecher in London. Man sehe keinen Grund für ein zusätzliches Treffen am Sonntag.

Die britische Zeitung Evening Standard schrieb, Johnson brüskiere die EU-Außenminister durch die Absage des Dringlichkeitstreffens nach dem Wahltriumph von Donald Trump. Dies belege, wie tief der Graben zwischen London und dem Kontinent bei der Beurteilung des Wahlergebnisses sei.

Johnson hatte im vergangenen Dezember als damaliger Bürgermeister von London Trump nach dessen abfälligen Bemerkungen über Muslime und No-Go-Areas in London die Fähigkeit als US-Präsident abgesprochen: “Ich würde ihn gerne einladen und ihm ganz London zeigen. Allerdings möchte ich die Londoner nicht dem Risiko aussetzen, Donald Trump über den Weg zu laufen.”

Nach Trumps Wahlsieg gratulierte Johnson dem Republikaner. Er freue sich auf die Zusammenarbeit in den Themenbereichen globale Stabilität und Wohlstand.

Johnson hatte die Europäer danach ermahnt, die Trump-Wahl nicht allzu negativ zu sehen und sich nicht in Trübsal zu ergehen. Er war vor dem Brexit-Referendum im Juni einer der wichtigsten Wortführer, der für einen EU-Austritt Großbritanniens eintrat.  

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