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Russland sperrt Zugang zum Karrierenetzwerk LinkedIn

Russland hat den Zugang zum Karrierenetzwerk LinkedIn gesperrt. Die Firma aus den USA speichere die Daten russischer Nutzer verbotenerweise auf ausländischen Servern, so die russische Aufsichtsbehörde Roskomnadsor. Hintergrund ist ein Gesetz aus dem Jahr 2014. Es sieht vor, dass die Daten russischer Bürger auf russischen Servern gespeichert werden müssen. Es ist das erste Mal, dass das Gesetz damit angewandt wird.

Gegenüber euronews erklärte ein Sprecher von LinkedIn, man höre von russischen Nutzern, die LinkedIn nicht länger erreichen könnten. Man bemühe sich um ein Treffen mit Roskomnadsor, um die Datenspeicherung zu besprechen. Das Unternehmen hatte bereits zweimal gegen die drohende Sperre geklagt, war aber beide Male vor Gericht gescheitert.

In Russland hat LinkedIn Medienberichten zufolge fünf bis sechs Millionen Nutzer, etwa ein Prozent der weltweiten Mitglieder. Erst vor rund einer Woche fragte Roskomnadsor auf Twitter, wer LinkedIn nutze und wie oft. 40 Prozent sagten, sie nutzten das Netzwerk nie, 37 Prozent antworteten mit Ja, 12 gaben an, es nicht mehr zu nutzen, 11 Prozent Prozent bekundeten die Absicht, sich anzumelden.

Kritiker sagen, die Regierung erleichtere mit dem Gesetz den Geheimdiensten den Zugriff auf russische User-Daten. Außerdem sei es ein Mittel der Zensur gegen Netzwerke wie LinkedIn, Facebook, Twitter oder Youtube. Die russische Regierung hat in den vergangenen Jahren die Regeln für Internetnutzer drastisch verschärft. Blogger etwa, die mehr als 3000 Besucher täglich haben, müssen sich bei den Behörden registrieren.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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