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Selbstmordanschlag auf eine schiitische Moschee in Kabul


Afghanistan

Selbstmordanschlag auf eine schiitische Moschee in Kabul

Bei einem Selbstmordanschlag auf eine schiitische Moschee in Kabul sind zahlreiche Menschen getötet und verletzt worden. Der Attentäter sprengte sich kurz nach Mittag (Ortszeit) im Inneren der Bakir al-Olum Moschee in die Luft, als sich dort zahlreiche Menschen zum Gebet versammelt hatten.

Der Chef der Kriminalpolizei von Kabul geht von steigenden Opferzahlen aus: “Bislang sind es schon 27 Tote und 35 Verletzte, alle wurden in Krankenhäuser gebracht”, sagt Faredoon Obiadi.





Ein Augenzeuge sprach davon, dass allein bis zum Eintreffen der Ersthelfer rund 40 Tote und über 80 Verletzte geborgen wurden. Unter den Opfern sollen auch zahlreiche Kinder sein.

“38 Verletzte sind in unser Krankenhaus eingeliefert worden. Wir lassen ihnen die bestmögliche Versorgung zukommen. Acht schweben in Lebensgefahr”, berichtet der Direktor des Isteqal-Krankenhauses Mohammed Sabir Nasib.

Die radikal-islamischen Taliban wiesen Verbindungen zu dem Anschlag zurück. Noch nie habe man Anschläge auf Moscheen verübt. Das sei nicht unser Stil, meinte Taliban-Sprecher Zabihullah Mujahid.

Bisher gab es in Afghanistan nur wenige Auseinandersetzungen zwischen den Sunniten und der schiitischen Minderheit.

Im Juli wurden bei einem Anschlag auf eine Moschee der schiitischen Hazara Minderheit mehr als 80 Menschen getötet. Ein örtlicher Ableger der IS-Dschihadisten hatte sich zu dem Anschlag bekannt.

Die Schiiten begehen am Montag Al-Arbain. Das Fest beendet die vierzigtägige Trauerzeit nach Aschura. An Aschura gedenken die Schiiten des Martyriums ihres Immam Hussein, des Enkel des Propheten.

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