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Alitalia soll profitabel werden: 2.000 Jobs in Gefahr


Wirtschaft

Alitalia soll profitabel werden: 2.000 Jobs in Gefahr

Knapp 200 Millionen Euro Verlust hat die italienische Fluglinie Alitalia 2015 gemacht, damit soll künftig Schluss sein. Alitalia soll profitabel werden, auf dem Weg dahin könnten bis zu 2.000 Arbeitsplätze wegfallen.

Das geht aus Informationen der Nachrichtenagentur Reuters hervor. Demnach sollen auch unprofitable Flugrouten gestrichen werden, vor allem da, wo die Konkurrenz durch die Bahn und Billigfluglinien groß ist. Mindestens 20 Flugzeuge sollen deshalb vorübergehend stillgelegt werden.

Im April hatte Alitalia-Geschäftsführer Cramer Ball angekündigt, 2016 rund 400 Millionen Euro in die Flugzeugflotte zu investieren. Mehrheitseigentümer Etihad Airlines hatte bekanntgegeben, dass ein Programm zur Verbesserung des Kundenservice bereits Erfolge nach sich zieht: So habe man 2015 den Marktanteil bei Flügen von und nach Italien um vier Prozentpunkte gesteigert. Etihad hatte 2014 rund eine halbe Milliarde Euro zur Rettung von Alitalia investiert.

Etihad, eine der beiden großen Fluglinien aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, ist mit 49 Prozent größter Anteilseigner an Alitalia. Das Unternehmen hatte große Pläne, als es bei Alitalia einstieg. So sollte der Flughafen Rom Fiumicino zu einem internationalen Drehkreuz ausgebaut und Langstreckenverbindungen ab Rom und Mailand geschaffen werden. Italien gilt als Europas viertgrößter Markt für Reisen. Doch der Druck von Billigfliegern und die Terrorangriffe verdarben das Geschäft. Bei Etihad wollte man den Bericht über Jobabbau und Routenstreichungen bisher nicht kommentieren.