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Brexit-Gegnerin feiert Überraschungssieg in London


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Brexit-Gegnerin feiert Überraschungssieg in London

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Die Brexit-Gegner jubeln: Die EU-Befürworterin Sarah Olney hat sich in einem Wahlkreis in London klar gegen den Pro-Brexit-Kandidaten Zac Goldsmith durchgesetzt. Die Nachwahl wird als ein starkes Signal an Premierministerin Theresa May gewertet.

Die britischen Liberaldemokraten haben einen Parlamentssitz für einen Londoner Wahlkreis gewonnen. Die Brexit-Gegnerin Sarah Olney setzte sich gegen den konservativen Amtsinhaber Zac Goldsmith durch. Beobachter werten den Sieg der 39-Jährigen als ein Votum gegen den geplanten EU-Austritt Großbritanniens.

Olney betonte: “Die Bewohner von Richmond Park und North Kingston haben die konservative Brexit-Regierung aufgerüttelt. Wir haben eine klare Botschaft: Wir wollen keinen harten Brexit. Wir wollen den europäischen Binnenmarkt nicht verlassen und wir wollen nicht, dass Intoleranz und Angst siegen. Vielen Dank.”

Der Wahlkreis ist eher konservativ-bürgerlich geprägt, hatte aber gegen den Brexit gestimmt.

Für Goldsmith war es die zweite Niederlage des Jahres. Er hatte sich um den Posten des Bürgermeisters von London beworben und war an dem Labour-Kandidaten Sadiq Khan gescheitert. Er sagte: “Ich habe mich für diese Nachwahl nicht aus politischem Kalkül aufgestellt. Ich hatte dieses Versprechen gegeben und habe mich daran gehalten. Für mich war es ein riesiges Privileg, in den vergangenen sechs Jahren dieser Gemeinschaft zu dienen und sie zu repräsentieren. Ich werde das vermissen.”

Die konservative Regierung will offenbar am Brexit festhalten. Ein Sprecher erklärte, dass sie den Artikel 50 spätestens Ende März nächsten Jahres auslösen wird. Artikel 50 des EU-Vertrages regelt den Austritt eines EU-Landes.

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