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Oslo: Santos wird Friedensnobelpreis verliehen


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Oslo: Santos wird Friedensnobelpreis verliehen

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Für seine Initiative zur Beilegung des jahrzehntelangen Konflikts mit den marxistischen Farc-Rebellen wird dem kolumbianischen Präsidenten Juan Manuel Santos an diesem Samstag in Oslo der Friedensnobelpreis verliehen. Kurz vor der Zuerkennung der Auszeichnung im Oktober hatten die Kolumbianer einen Friedensvertrag per Referendum mit knapper Mehrheit abgelehnt. Ein neues Abkommen nahm der Kongress in Bogotá am 24. November an, ohne dass das Volk erneut gefragt wurde. Vor der Ehrung sagte Santos in Oslo:“Die Bekanntgabe des Friedensnobelpreises traf mich wie ein Geschenk des Himmels, weil sie unseren Bemühungen Flügel verliehen hat. Das kolumbianische Volk hat die Auszeichnung als ein Mandat der internationalen Gemeinschaft gewertet, durchzuhalten und ein neues Friedensabkommen zu erreichen. Deshalb war das sehr, sehr hilfreich.

Seit 1964 wurde Kolumbien durch den Konflikt zwischen Rebellengruppen und dem Militär geprägt. Über 220.000 Menschen starben, Millionen weitere wurden vertrieben. Bei der Preisverleihung in Oslo sind die Verhandlungsführer der Regierung anwesend, die seit 2012 auf neutralem Boden in Kuba mit der Guerilla den Vertrag ausgehandelt hatten. Auch mehrere Opfer des kolumbianischen Bürgerkriegs sind von Santos nach Oslo eingeladen worden. Darunter ist auch die über sechs Jahre lang von der Farc-Guerilla entführte frühere Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt. Sie war 2008 vom Militär befreit worden. Damals war Santos Verteidigungsminister.

Das Preisgeld von rund 830.000 Euro will Santos den Opfern des Konflikts spenden.

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