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Jahresrückblick auf große Künstler

Schauspieler, Schriftsteller, Musiker: In diesem Jahresrückblick erinnern wir an Künstler, die 2016 verstorben sind.

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Jahresrückblick auf große Künstler

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Schauspieler, Schriftsteller, Musiker: In diesem Jahresrückblick erinnern wir an Künstler, die 2016 verstorben sind.

Am 10. Januar starb David Bowie an Krebs. Der Brite wurde in den 70er-Jahren bekannt und unter anderem mit Songs wie “Let’s Dance” berühmt. Zu seinen Lebzeiten gehörte er zu den weltweit meistverkauften Künstlern. Seine Musik und Bühnenbilder beeinflussten die Popmusik entscheidend. Bowie wurde 69 Jahre alt.

Auch der britische Schauspieler Alan Rickman starb mit 69 Jahren an Krebs. Bekannt wurde er durch seine Rollen als Bösewicht in Filmen wie “Robin Hood – König der Diebe” und “Stirb Langsam”. Jeder Harry-Potter-Fan wird ihn mit der Figur von Professor Snape verbinden. Zuletzt sah man ihn als König Ludwig XIV. in dem Film “Die Gärtnerin von Versailles”, bei dem er auch Regie führte.

Gleich sein erster Roman “Der Name der Rose” hat ihn weltberühmt gemacht. Im Februar ist Umberto Eco im Alter von 84 Jahren gestorben. Der Italiener galt als einer der großen Intellektuellen seiner Zeit: Er war unter anderem als Journalist, Lektor, Herausgeber und Universitätsprofessor für Semiotik tätig.

Mit Hits wie “Little Red Corvette” und “Let’s Go Crazy” gehörte er zu den wandlungsfähigsten Musikern der Neuzeit. Prince starb im April an einer Überdosis von Schmerzmitteln. Sein Tod wurde als Unfall deklariert. Der Popstar wurde 57 Jahre alt. Vor seinem Tod wollte er sich von einem auf Arzneimittelabhängigkeit spezialisierten Arzt behandeln lassen. Dazu kam es aber nicht mehr.

Anton Yelchin wurde nur 27 Jahre alt. Bekannt wurde der gebürtige Russe durch seine Rolle als Navigationsoffizier “Chekov” in den “Star-Trek-Filmen”. Der Schauspieler wurde im Juni auf seinem Anwesen durch seinen die steile Auffahrt rückwärtsrollenden Jeep am Stahltor erdrückt.

Im August verstarb die amerikanische Comedy-Legende Gene Wilder mit 83 Jahren. Der Schauspieler und Regisseur litt seit Jahren an Alzheimer. Unvergessen bleibt er in seiner Paraderolle als Willy Wonka in “Charlie und die Schokoladenfabrik” oder in Filmen wie “Frankenstein Junior” oder “Alice im Wunderland”. Er starb an Komplikationen, die aus seiner Krankheit resultierten.

Der Altmeister des polnischen Kinos Andrzej Wajda verschied im Oktober im Alter von 90 Jahren. Sein jüngster Film “Powidoki” ist Oscarkandidat für den besten fremdsprachigen Film. Der Theater- und Filmregisseur hatte bis zuletzt gedreht. Immer wieder prägte die komplizierte Geschichte seiner Heimat sein Werk. Im Jahr 2000 wurde der Regisseur für sein Lebenswerk mit dem Oscar ausgezeichnet. Im Jahr 2006 würdigte ihn die Berlinale mit dem Goldenen Ehrenbären.

Berühmt wurde Dario Fo für seine satirischen Dramen. 1997 wurde er mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Der italienische Schriftsteller starb im Oktober in Mailand mit 90 Jahren an Lungenproblemen. Durch sein politisches Engagement wurde Fo in zahlreiche Prozesse und Kontroversen verwickelt. Mehrmals wurde er auf der Bühne verhaftet.

Er schrieb “Suzanne”, “I’m your Man” und “Hallelujah”: Leonard Cohen starb im November. Er wurde 82 Jahre alt. Der kanadische Musiker veröffentlichte seine letztes Album drei Wochen vor seinem Tod.

Und mit dem Tod von George Michael ist die Musikwelt um einen weiteren Künstler ärmer. Der britische Popsänger starb im Alter von 53 Jahren in London.

Berühmt wurde er mit dem Popduo Wham!, das in den 80er Jahren für zahlreiche Hits sorgte. Beliebtester Ohrwurm aus dieser Zeit ist das Weihnachtslied “Last Christmas.” Später setzte George Michael seine Karriere als Solo-Musiker fort und landete mit “Faith” einen weiteren großen Erfolg. Insgesamt verkaufte er im Laufe seiner gesamten Karriere fast 100 Millionen Alben.

Seine Fans sowie zahlreiche Freunde und Künstler trauern um den Popstar. Elton John schrieb auf Twitter: George Michael sei die netteste, großzügigste Seele und ein brillanter Künstler gewesen.

Der Tod der US-Schauspielerin Carrie Fisher hat die Filmwelt erschüttert. Als Prinzessin Leia im Weltraummärchen Star Wars spielte sich Fisher in die Herzen der Science-Fiction-Fans.

Einen Tag vor Weihnachten erlitt die 60-Jährige auf einem Flug von London nach Los Angeles kurz vor der Landung einen schweren Herzinfarkt. Sie wurde ins Krankenhaus gebracht. Vier Tage später blieb ihr Herz stehen.

Harrison Ford, ihr Kollege und Han Solo-Darsteller, sagte über Carrie: “Sie war ein Unikat… brillant, originell. Witzig und gefühlsmässig ohne Furcht. Sie hat ihr Leben gelebt, mutig.”

Einen Tag nach Carrie Fisher starb ihre Mutter, die Schauspielerin Debbie Reynolds im Alter von 84 Jahren. Ihr Sohn sagte: “Sie wollte bei Carrie sein.”

Debbie Reynolds war auch ein Hollywoodstar. Sie hatte ihren Durchbruch als 20-Jährige an der Seite von Gene Kelly in “Singin’ in the Rain”. Mutter und Tochter standen sich sehr nahe. Sie sahen sich fast täglich, doch ihr Verhältnis war auch teilweise angespannt.