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Wintersmog: Schlechte Luft in Europa


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Wintersmog: Schlechte Luft in Europa

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Schlechte Luft in Frankreich, Italien, Großbritannien und Bosnien-Herzegowina: In den vergangenen Monaten haben mehrere europäische Städte unter Wintersmog gelitten.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben jedes Jahr mehr als sieben Millionen Menschen an den Folgen übermäßiger Luftverschmutzung.

Laut der Europäischen Umweltagentur sind 90 Prozent der Stadtbewohner in Europa zu hohen Luftschadstoffkonzentrationen ausgesetzt.

Die sogeannten Mikropartikel sind schädlich für die Gesundheit.
Der Meteorologe Lionel Guiseppin erklärt: Diese Luftverschmutzung liegt einerseits daran, dass mehr Schadstoffe ausgestoßen werden, wenn es kalt ist. Es wird mehr geheizt und wir haben noch andere Faktoren, die zur Luftverschmutzung beitragen: Verkehr und Industrie. All das führt zu starkem Smog.

Die Europäische Union versucht Lösungen zu finden. Die vorgeschlagene NEC-Richtlinie legt Grenzwerte für die wichtigsten Schadstoffe fest. Erstmals sind auch strengere Regeln für die Partikel, also den Feinstaub aus Quellen wie Straßenfahrzeuge, Schifffahrt und Ruß aus der Verbrennung vorgesehen.

Jedes europäische Land ergreift zusätzliche Maßnahmen, um die Luftverschmutzung in Schach zu halten. In Frankreich z.B. haben viele Städte die Geschwindigkeit von 50 auf 30 Kilometer pro Stunde herabgesetzt. In Paris durften an mehreren Tagn im Dezember nur noch die Hälfte der Autos und Motorräder unterwegs sein. Fahrzeuge, deren Kennzeichen mit einer ungerade Zahl endeten mussten stehenbleiben.

Dies führte zu anderen Problemen. Eine Bewohnerin erzählt: Es ist eine gute Idee, aber es ist auch nervig, denn die meisten Menschen nutzen jetzt die öffentlichen Verkehrsmittel, die heute gratis sind. Die U-Bahnen sind total überfüllt.

Eine andere Lösung ist das Verbot der Fahrzeuge, die am meisten Schadstoffe ausstoßen. In Deutschland riskierte man eine Strafe in Höhe von 40 Euro und einen Punktabzug in Flensburg. In Schweden musste man bis zu 113 Euro Strafe zahlen und in London konnte es für die LKWs richtig teuer werden: Mehr als 1000 Euro Strafe. Die Bürgermeister von Paris, Athen und Madrid wollen bis 2025 Dieselfahrzeuge aus ihren Städten verbannen.

Unter der Luftverschmutzung leiden vor allem die Kinder. Die rund 400 Schüler einer Schule in der französischen Haute-Savoie haben ein Video gedreht. In dem Schwarz-Weiß-Clip tragen sie alle Masken und stehen reglos da. Sie wollten damit auf ihre Situation aufmerksam machen. Zwei Wochen lang gab es draußen keinen Sportunterricht und sie durften nicht auf den Pausenhof.

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