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Fünf Jahre im Amt: Kim Jong Un befahl 340 Hinrichtungen

Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un hat sich erneut in der Öffentlichkeit gezeigt. Auftritte Kims sind eher selten, ebenso Videoaufnahmen des Machthabers im Staatsfernsehen.

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Fünf Jahre im Amt: Kim Jong Un befahl 340 Hinrichtungen

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Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un hat sich erneut in der Öffentlichkeit gezeigt. Auftritte Kims sind eher selten, ebenso Videoaufnahmen des Machthabers im Staatsfernsehen. Kim eröffnete am 23. Dezember die 1. Konferenz der Parteisekretäre der Grundorganisationen der Koreanischen Arbeiterpartei, wie das Koreanische Staatsfernehen am Donnerstag (Ortszeit) berichtete.

Kim lobte den “grandiosen Kampf zur Durchführung der Beschlüsse des 7. Parteitags” und erklärte, die gegenwärtige internationale Lage bezeuge die “Richtigkeit der Ideen und der Linie der Arbeiterpartei”. Die “reaktionären imperialistischen Kräfte” versuchten verzweifelt UN-Sanktionen gegen Nordkorea zu erlassen. Dies zeige, wie sie die “zunehmende strategische Position Nordkoreas” verunsichere.



Sondermarke aus Anlass des Amtsantritts von Kim Jong Un vor fünf Jahren

Kim hatte nach dem Tod seines Vaters im Dezember 2011 die Macht übernommen. Zur Überraschung vieler Analysten hält er sich seit fünf Jahren an der Spitze von Partei und Militär.

Nach Angaben einer regierungsnahen südkoreanische Denkfabrik hat er seit seiner Machtübernahme mehr als 340 Hinrichtungen befohlen. Bei rund 140 Hingerichteten soll es sich um hochrangige Staatsbeamte, Funktionäre der nordkoreanischen Arbeiterpartei oder des Militärs handeln.

Im Mai dieses Jahres hatte Kim den 7. Parteitag einberufen. Es war der ersten Parteitag seit 1980.

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