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"La La Land" räumt bei den Golden Globes ab

Sieben Mal war das Musical nominiert, sieben Mal wurde der Film ausgezeichnet.

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"La La Land" räumt bei den Golden Globes ab

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Der Musical-Film “La La Land” ist der große Gewinner der Golden-Globe-Awards. Sieben Mal war das Werk des amerikanisch-französischen Regisseurs Damien Chazelle nominiert, sieben Mal gewann der Film. Das ist eine neue Bestmarke für die Preisverleihung: Sechs Golden Globes hatten einst “Midnight Express” sowie “Einer flog über das Kuckucksnest” erhalten.

“Bestes Musical/Komödie”, “Bestes Drehbuch”, “Beste Regie” (jeweils Damien Chazelle), “Beste Filmmusik” (Justin Hurwitz), “Bestes Lied innerhalb eines Films” (City of Stars), “Beste Schauspielerin in einer Komödie/Musical” (Emma Stone), “Bester Schauspieler in einer Komödie/Musical” (Ryan Gosling) – all diese Auszeichnungen heimste “La La Land” ein.

Der Preis in der Kategorie “Bestes Filmdrama” ging an “Moonlight” von Barry Jenkins. “Bester Darsteller in einem Drama” wurde der US-Amerikaner Casey Affleck für seine Rolle in “Manchester By The Sea”, die Französin Isabelle Huppert wurde als “Beste Schauspielerin in einem Drama” ausgezeichnet. Sie überzeugte die Jury mit ihrer Leistung in “Elle”, das auch als “Bester nicht englischsprachiger Film” gewann.

Der Film “Toni Erdmann” der deutschen Regisseurin Maren Ade erhielt keinen Golden Globe.


Und darum geht es in dem Siegerfilm des Abends: Emma Stone und Ryan Gosling spielen die Hauptrollen in “La La Land” – als Jungschauspielerin beziehungsweise Pianist wollen sie in Los Angeles den Durchbruch schaffen und versuchen Berufliches und Privates unter einen Hut zu bekommen. Das ist in der manchmal gnadenlosen Unterhaltungsbranche nicht immer einfach.

“Es geht um zwei Menschen, die sich in Los Angeles als Künstler versuchen – wie ich”, sagte Chazelle über sein Werk. “Ich bin nach LA gezogen und wollte Filme drehen. Ich wurde von dieser Traumfabrik angezogen – das ist die Stadt in vielerlei Hinsicht noch immer. Lange Zeit schien es, als würden meine Träume nie wahr werden. Man muss lernen, Träume und Wirklichkeit zu gewichten. Das ist sehr persönlich, und das wollte ich in den Film einbringen. Doch ich wollte das mit Hilfe eines Blickwinkels tun, der nicht unbedingt realistisch ist – durch magische und fantastische Elemente, indem man in Gesang ausbricht oder zu den Sternen schwebt”, so der Filmemacher über sein Erfolgswerk.