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Australischer Ringsittich: Bedeuten längere Flügel Anpassung an Klimawandel?


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Australischer Ringsittich: Bedeuten längere Flügel Anpassung an Klimawandel?

Auf den ersten Blick sieht man es ihm nicht an, aber der in Australien beheimatete Ring- oder Kragensittich hat sich verändert. Sein Flügel sind gewachsen und zwar um fünf Millimeter in den vergangenen 40 Jahren. Das hat eine jüngste Studie ergeben.

Der mysteriöse Wachstumsschub hängt womöglich mit dem Klimawandel zusammen, vermutet Dylan Korczynsky von der Notre Dame University. “Weil der Klimawandel zu einem Temperaturanstieg führt, hat die Flügellänge zugenommen, damit sich die Vögel besser vor der stärkeren Hitze schützen können und sich besser an ihre Umwelt anpassen.”

Im Rahmen der Studie wurde die aktuelle Flügellänge der Sittiche mit derer ihrer Vorgänger seit 1904 verglichen. Als Grundlage dienten die rund 50 Tausend Präparate, die im Western Australia Museum aufbewahrte aufbewahrt werden. “Damit lässt sich Flügelspanne eines Ringsittichs aus Perth mit einen Ringsittich aus Kalgoorlie vergleichen”, erklärt Kurator Ron Johnston.

Die Veränderungen entsprechen der sogenannten Allenschen Proportionsregel, die besagt, dass bei verwandten Säugetierarten oder -Rassen exponierte Körperteile in kalten Gebieten kürzer ausgebildet sind als in wärmeren.

Dylan Korczynsky: “Mit Blick auf die Auswirkungen auf die Umwelt, zeigt eine Studie wie diese, dass Temepraturveränderungen große Auswirkungen haben können, in diesem Fall auf den Ringsittich.”

In einem nächsten Schritt wollen die Forscher herausfinden, ob die stärkere Gelbeinfärbung des Gefieders auch etwas mit dem Klimawandel zu tun hat.

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