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Festsitzende Flüchtlinge in Serbien: "Wir werden es wieder und wieder versuchen"

In einem Camp auf einem verlassenen Lagergelände nahe der Hauptstadt Belgrad haben Hunderte Menschen Unterschlupf gefunden.

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Festsitzende Flüchtlinge in Serbien: "Wir werden es wieder und wieder versuchen"

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In Serbien trotzen Tausende Flüchtlinge eisigen Temperaturen und widrigsten Lebensbedingungen, weil die meisten von ihnen auf eine Weiterreise in westeuropäische Länder hoffen. In einem Camp auf einem verlassenen Lagergelände nahe der Hauptstadt Belgrad haben Hunderte Menschen Unterschlupf gefunden. Die meisten sitzen seit der faktischen Schließung der sogenannten Balkanroute vor rund einem Jahr fest. Viele von ihnen haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben.

Der Afghane Abdul Safi sagte:“Wir werden es wieder und wieder versuchen. Wir geben nicht auf. Wir appellieren an alle europäischen Länder, die Grenzen für uns zu öffnen.”

In Griechenland wurde am Montag Migrationsminister Yannis Mouzalas von Flüchtlingen attackiert. Er wollte sich auf dem alten Gelände des Athener Flughafens Hellenikon ein Bild von den Unterkünften machen. Die Bewohner kritisierten mangelhafte hygienische Zustände. Einige beklagten, Menschen aus Syrien würden bevorzugt behandelt.

Vor allem auf Inseln in der Ostägäis führen die langen Bearbeitungszeiten von Asylanträgen zu chaotischen Zuständen. Dort warten nach Angaben des Flüchtlingskrisenstabs rund 15.000 Schutzsuchende auf die Bearbeitung ihrer Anträge. Täglich setzten weitere Menschen auf Booten aus der Türkei über. Griechische Medien machten vor allem Personalmangel für die langwierigen Bearbeitungszeiten verantwortlich.