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London: Hockney-Ausstellung in der Tate Britain


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London: Hockney-Ausstellung in der Tate Britain

David Hockney ist einer der bedeutendsten britischen Künstler des 20. Jahrhunderts. In seiner 60-jährigen Karriere hat er gemalt, gezeichnet, Grafiken entworfen, fotografiert und I-Pads für digitale Experimente genutzt. Seine Darstellungen von sonnigen Poolszenen in Los Angeles und bewaldeten Hügeln in Yorkshire gehören zu den bekanntesten Bilder der zeitgenössischen Kunst. Die Tate Britain in London widmet dem fast 80-Jährigen derzeit eine Ausstellung. Kurator Chris Stephens: “Die Ausstellung fokussiert sich darauf, wie Hockney in seiner Karriere hinterfragt hat, was es heißt, Bilder zu machen, warum man Bilder macht. Wie schafft man es, die echte Welt, Zeit und Bewegung in Bilder zu bannen?”

Startpunkt der Ausstellung sind die 60er Jahre mit Hockneys Anfängen am London Royal College of Art. Die Ausstellung zeigt den Künstler in verschiedenen Schaffensperioden, sie lotet aus, wie man mit der Welt umgeht, wie sie in Bildern beschrieben wird und ganz allgemein was Kunst ist. Hockney hat immer wieder neue Herausforderungen gewagt und neue Techniken eingesetzt.

“Er benutzt die Leinwand einfach”, so Kunstkritikerin Estelle Lovatt. “Er benutzt Farbe, er benutzt die Kamera, er benutzt Film auf außergewöhnliche und bisher nicht gekannte Weise und er hat diese große Vorstellungskraft. Er schafft es, unsere dreidimensionale Welt in 2D zu zeigen. Er verwirrt uns, er spielt mit uns und er schmeichelt uns.”

Hockney malt noch heute jeden Tag, so wie er immer die Orte und Menschen in seiner Umgebung dokumentiert hat. Seine Werke sind so etwas wie ein Tagebuch. Die Arbeit an der Retrospektive in der Tate sei für ihn wie ein Wiedertreffen mit alten Freunden gewesen, so der Künstler.

Die aktuelle Ausstellung verkauft sich so schnell wie keine andere Ausstellung in der Geschichte der Tate. Im Vorverkauf wurden über 20.000 Tickets verkauft. Sie läuft noch bis zum 29. Mai, bevor sie nach Paris und New York weiterzieht.

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