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Sie sind deutlich weniger geworden, doch auch am Freitag haben Tausende Menschen in Rumänien gegen die Regierung protestiert. In Bukarest gingen mindestens 6000 Menschen auf die Straße. In anderen Städten des Landes demonstrierten Tausende weitere Regierungsgegner. Ihre Gründe sind vielfältig: “Ich vertraue der Regierung nicht”, so Dragoush, ein junger Mann. “Sie sagen das eine und machen das andere. Wir bleiben hier, bis wir sehen, dass sie ihre Versprechen einlösen.”

“Wir sind hier, weil wir ein besseres Land wollen”, so ein Demonstrant, der Robert heißt. “Wir wollen Gerechtigkeit. Wir wollen, dass unsere Rechte erfüllt und respektiert werden.”

“Es geht uns nicht um höhere Gehälter oder Renten, uns geht es ums Prinzip”, so ein weiterer Protestler, Jorge. “Wir sind hier, weil wir für eine Idee kämpfen und wenn wir uns alle darin vereinen, sind wir stark.”

Während das Anti-Regierungslager vor dem Regierungssitz Flagge zeigt, zogen Gegendemonstranten vor den Präsidentenpalast, da Staatsoberhaupt Klaus Iohannis die Proteste gegen die Regierung unterstützt.

Auslöser der Demonstrationen war eine Eilverordnung, die die Strafen für Korruption abmildern sollte. Obwohl die Regierung die umstrittene Verordnung zurückgenommen hat, werden neue Befürchtungen laut, dass die Regelung erst recht in Kraft treten könnte. Denn die Verordnung (Nr. 13) liegt dem Parlament zur Abstimmung vor, ebenso wie eine zweite Verordnung (Nr. 14), die die Aufhebung der ersten verfügt. Das gebe dem Parlament die Möglichkeit, Verordnung Nummer 13 zu billigen und Nummer 14 abzulehnen, argwöhnt die Opposition.

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