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Früher ins Wochenende: Japan führt den kurzen Freitag ein


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Früher ins Wochenende: Japan führt den kurzen Freitag ein

Am Freitag einfach mal weniger arbeiten: In Japan ist das ab sofort sogar erwünscht. Die Regierung hat die Berufstätigen aufgerufen, an jedem letzten Freitag im Monat schon um 3 Uhr nachmittags den Feierabend einzuläuten. Doch das ist leichter gesagt als getan, meint die Angestellte Kana Ishii: “Anders als sonst musste ich mich heute beeilen, weil ich weniger Zeit hatte, um meine Aufgaben zu erledigen. Ich glaube, meine Arbeitsweise wird sich jetzt ändern.”

Japans Wirtschaftsminister Hiroshige Seko ging mit gutem Beispiel voran: Er machte früher Feierabend und nutzte die gewonnene Freizeit, um sich beim Curling sportlich zu betätigen. Das habe er schon lange vorgehabt, sagte der Minister.



Die japanische Regierung verspricht sich von der verkürzten Arbeitszeit an jedem vierten Freitag, den Konsum anzukurbeln: Wer eher nach Hause geht, hat mehr Zeit einzukaufen oder sein Geld für Freizeitaktivitäten auszugeben, lautet die Rechnung. Neben der wirtschaftlichen Komponente gibt es auch die gesundheitliche: Auf diese Weise soll dem Karoshi-Phänomen vorgebeugt werden – dem Tod durch Überarbeitung.

Die Wirtschaft hat bereits Lunte gerochen: Reisebüros bieten für das (ein wenig) verlängerte Wochenende spezielle Kurzreisen an, auch der Einzelhandel sowie Gastwirte haben reagiert und Freitagsschnäppchen ins Programm genommen.

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