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VX: ein hochgefährliches Nervengift


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VX: ein hochgefährliches Nervengift

Neben Tabun, Sarin und Soman gehört das Nervengas VX zu den giftigsten chemischen Kampfstoffen. Britische Forscher entdeckten die Substanz 1952, als sie einen Ersatz für das Pestizid DDT entwickeln wollten.

VX (O-Ethyl-S-2-(N,N-diisopropylamino)ethyl-methylthiophosphonat) ist eine organische Phosphorverbindung. Es ist mehr als 100-mal giftiger als Sarin.

Das geruchlose und gelbliche Gift gelangt über Augen und Atemwege oder die Haut in den Körper und führt binnen weniger Minuten zu einem qualvollen Tod. Schon winzige Mengen der flüssigen oder gasförmigen Substanz verursachen Kopfschmerzen und Sehstörungen.





Der Tod tritt durch Atemlähmung und Kreislaufkollaps ein, denn VX blockiert für das Nervensystem wichtige Enzyme. Nur Schutzanzüge und entsprechende Masken sichern das Überleben.

Die Herstellung von VX ist nicht unbedingt schwierig, erfordert aber große Sicherheitsvorkehrungen. Zutaten wie Schwefel sind leicht erhältlich. Die Suche nach anderen Bestandteilen wie Chlorwasserstoff dürfte die Aufmerksamkeit der Sicherheitsorgane wecken.

Bis 2015 wurden 87 % der bekannten Chemiewaffenbestände vernichtet. Nordkorea soll heute die drittgrößten VX-Bestände besitzen. VX lässt sich gut in Wasser lösen und wird als gelbliche Flüssigkeit aufbewahrt.

Mehr zum Thema

Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS: Factsheet VX

Organisation for the Prohibition of Chemical Weapons: Types of chemical agent

Global Security.Org: Nerve Agents

The Wednesday Report: VX Gas or VX Vapor

The New York Times: VX Nerve Agent: A Deadly Weapon, Rarely Seen

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