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Abschaffung von Obamacare: US-Republikaner stellen Ersatz vor

Knapp sieben Jahre lang haben US-Republikaner im US-Kongress gegen Obamacare gekämpft. Jetzt haben sie die Möglichkeit die Gesundheitsreform abzuschaffen, doch sie sind sich uneinig.

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Abschaffung von Obamacare: US-Republikaner stellen Ersatz vor

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Knapp sieben Jahre lang haben US-Republikaner im US-Kongress gegen Obamacare gekämpft. Jetzt haben sie die Möglichkeit die Gesundheitsreform abzuschaffen, doch sie sind sich uneinig.

Die US-Republikaner haben einen Gesetzesentwurf vorgelegt, mit dem sie die Gesundheitsreform des früheren Präsidenten Barack Obama rückgängig machen wollen. Die Versicherungspflicht soll abgeschaft werden. Und statt staatlicher Zuschüsse soll es eine freiwillige Krankenversicherung geben, die mit Steuernachlässen begünstigt wird.

Der republikanische Kongressabgeordnete Greg Walden erklärte:
Wir versuchen die Krankenversicherung zu ändern, damit die Verbraucher die Wahl haben und dann auch langfristig dafür aufkommen können. Wir unterstützen sie dabei mit Steuernachlässen. Dadurch können auch Menschen mit einem niedrigen Einkommen Zugang zu einer erschwinglichen Krankenversicherung haben. Diese Maßnahmen würden für sie und ihre Familien funktionieren.

Der Entwurf ist innerhalb der Republikaner umstritten. Manchen geht er nicht weit genug. Rand Paul, der Abgeordnete aus Kentucky meinte, der Entwurf sei nur ein Obamacare-light, das müsse besser werden.

Experte Larry Levitt rechnet unterdessen damit, dass durch die Reform US-Amerikaner ihre Versicherung verlieren werden: Von den 20 Millionen Menschen, die derzeit versichert sind, wird es die Menschen mit niedrigem Einkommen besonders hart treffen. Menschen mit niedrigem Einkommen werden sehr viel weniger Hilfe bei der Finanzierung ihrer Versicherung bekommen. Und da auch das Budget des Medicaid Programms gekürzt wird, wird es für die Bundesstaaten schwierig sein, weiterhin Zuschüsse zu leisten.

Die Abschaffung von Obamacare ist ein Wahlversprechen von US-Präsident Donald Trump. Doch Experten halten es für ein riskantes Spiel. Denn viele Menschen, die für Trump gewählt haben, würden im neuen System benachteiligt werden.