Eilmeldung

Sie lesen gerade:

Bitcoins: Die digitale Währung in Kürze


welt

Bitcoins: Die digitale Währung in Kürze

Was sind Bitcoins?


Bitcoins sind eine digitale Währung, die nur virtuell und nicht in Form von Münzen und Scheinen existiert.

Bitcoins müssen von Computern “errechnet” werden, dieser Vorgang wird auch als Schürfen bezeichnet. Höchstens 1800 Bitcoins können pro Tag auf diese Weise in Umlauf kommen. Dem Bitcoin-Prinzip zufolge kann keine unendlich große Summe Bitcoins in den Zahlungsverkehr kommen, was bei einer rein virtuellen Währung technisch möglich wäre. Es sei denn, es findet eine Manipulation statt. Da Bitcoins nicht beliebig erstellt werden können, gibt es kein Inflationsphänomen wie bei Geld, das gedruckt beziehungsweise geprägt wird. Deflation ist hingegen möglich.

Bitcoins unterliegen wie Gold keiner Zentralbank. Am “Schürfen” von Bitcoins kann theoretisch jeder teilnehmen. Diese “Minen” sind in einer Art Rechnernetzwerk zusammengeschlossen, das dezentral organisiert wird und nicht der Kontrolle von Einzelpersonen oder Einzelgruppen unterliegt. Beim “Schürfen” muss der Rechner eine mathematische Aufgabenstellung lösen. Da dafür mittlerweile äußerst hohe technische Anforderungen nötig sind, haben Geschäftsleute riesige Computerzentren aufgebaut, in denen “Superrechner” stehen.

Wie kommt man an Bitcoins?

Bitcoins sind über unterschiedliche Internetanbieter zu erwerben. Man muss dort ein Kundenkonto eröffnen – für diesen Vorgang wird meist eine Gebühr erhoben. Normalerweise dauert die Anmeldung nur wenige Minuten, anschließend kann man Bitcoins weltweit einsetzen.

Wer hat’s erfunden?

Der Bitcoin-Erfinder verwendete stets den Tarnnamen “Satoshi Nakamoto”. Im vergangenen Jahr behauptete der Australier Craig Steven Wright, der Währungsgründer zu sein.

Sind Bitcoins sicher?

Bitcoin-Befürworter argumentieren gerne, die virtuelle Währung sei fälschungssicher. Das darf man getrost bezweifeln. Es ist nur eine Frage der Zeit, dass auch Bitcoin-Betrug entsteht und Hacker Sicherheitslücken ausgemacht haben. Schließlich ist die Verlockung wie bei herkömmlichem Geld oder sonstigen Anlagemöglichkeiten zu groß, als dass findige Kriminelle diese Möglichkeit nicht für sich nutzen könnten. Auch wenn manch Bitcoin-Enthusiast das sicher nicht wahrhaben möchte und das Zahlungsmittel als manipulationssicher einstuft.

Bei einem Hackerangriff auf die Computer des öffentlichen Nahverkehrsnetzes in San Francisco (US-Bundesstaat Kalifornien) im November forderten die Täter der Zeitung “San Francisco Examiner” zufolge Bitcoins als “Lösegeld”.



Ist eine Bitcoin-Transaktion ausgeführt worden, ist dies endgültig. Eine Möglichkeit, die Transaktion rückgängig zu machen, besteht nicht, zumal keine zentrale Verwaltungsorganisation für die Währung existiert.

Bitcoins stehen in Verdacht, als Möglichkeit der Geldwäsche eingesetzt zu werden sowie im “Schwarzen Netz” als Zahlungsmittel unter anderem für Drogen und Waffen zum Einsatz zu kommen.

Was kann man mit Bitcoins kaufen?

Letztlich hängt die Antwort auf diese Frage davon ab, welche Stellen, Läden und Interneteinkaufsportale Bitcoins als Zahlungsmittel akzeptieren. Denn Bitcoins sind nur eine weitere Bezahlart neben anderen wie Bargeld, Überweisung oder Paypal. In den meisten Ländern sind Bitcoins nicht als offizielles Zahlungsmittel anerkannt – ebenso wenig wie Gold, das traditionell als Wertanlage genutzt wird.

Bitcoins als Wertanlage

Da es keine Wertanlage ohne Risiko gibt, können auch Bitcoins nicht als sichere Investionsmöglichkeit eingestuft werden. Dass die digitale Währung keiner Zentralbank unterliegt, kann von Anlegern wahlweise als Vor- oder Nachteil erachtet werden.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

welt

IS-Dschihadisten-Boss Al-Baghdadi aus Mossul in die Wüste geflohen?