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Letzte Aufständische mit ihren Familien verlassen Rebellenhochburg Homs

Rebellen verlassen den letzten Stadtteil von Homs.

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Syrische Rebellen haben begonnen, die Stadt Homs endgültig zu verlassen. Insgesamt 400 bis 500 Aufständische mit ihrem Familien sollen nach Angaben des Gouverneurs im Laufe des Tages ihre letzte Hochburg räumen. Syrische Regierungs- und Oppositionsvertreter hatten sich darauf geeinigt, dass sie unter russischem Geleit in andere Rebellengebiete in Nordsyrien umziehen.

Bereits Ende 2015 hatten Rebellen und Regierung eine Vereinbarung getroffen, um Regierungsgegnern und deren Familien den Abzug aus der Stadt in sichere Gebiete zu ermöglichen. In den vergangenen Monaten war der Abzug zum Stillstand gekommen. In den nächsten sechs bis acht Wochen sollen 10.000 bis 15.000 Menschen Al-Waer verlassen. Es ist der letzte Stadtteil von Homs, der noch unter Kontrolle der Aufständischen stand.

Die drittgrößte Stadt Syriens gilt als eines der Zentren des Aufstands gegen Assad. Immer wieder wurde Homs von Regierungsstreitkräften bombardiert. Große Teile der Stadt sind zerstört.

In Saudi-Arabien führte der UN-Sondergesandte für Syrien derweil Gespräche mit dem Chef des wichtigsten syrischen Oppositionsbündnisses Riyad Hidschab. Staffan de Mistura versucht, eine politische Einigung zwischen den Krieg führenden Seiten zu vermitteln. Am 23. März soll die fünfte Runde der Syriengespräche in Genf beginnen. Alle diplomatischen Versuche, den sechsjährigen Syrienkrieg zu beenden, verliefen bisher ins Leere.