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Flüge nach Großbritannien und in die USA: Kritik nach Laptop-Verbot


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Flüge nach Großbritannien und in die USA: Kritik nach Laptop-Verbot

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Nach den USA verbietet auch Großbritannien auf bestimmten Flügen die Mitnahme größerer Elektronikgeräte. In der Kabine verboten sind Geräte wie Laptops, Tabletts oder besonders große Handys. Im aufgegebenen Gepäck hingegen sind sie erlaubt.

Die Verbote sorgte am Flughafen John F. Kennedy in New York am Dienstag für Kritik. Passant Mohsen Ali zweifelt an der Regelung: “Im Flugzeug sitzen Menschen unterschiedlicher Nationalitäten. Jemand, der etwas im Schilde führt kann doch seinen Laptop greifen und einfach einen Flug einer anderen Fluggesellschaft nehmen. Also, ich weiß nicht, wie schlau diese Regelung ist.”

Für das Vereinigte Königreich betrift diese 14 Fluggesellschaften mit Verbindungen aus der Türkei, dem Libanon, Jordanien, Ägypten, Tunesien und Saudiarabien. Die britische Regelung betrifft auch die Fluggesellschaften British Airways und EasyJet. Die Londoner Liste weicht zum Teil von der des amerikanischen Verbots ab. Reiseexperte Henry Harteveldt kritisiert das Verbot. “Das ist eine erhebliche Unannehmlichkeit. Dem Reisenden bereitet das Stress. Denn er wird sich der Risiken eines Fluges durch das Verbot sehr viel bewusster. Und: Es ist ein Umstand, diese sehr teuren Geräte in das aufgegebene Gepäck zu packen, wo sie sich jeder Kontrolle entziehen”, so Harteveldt.

Experten gehen davon aus, dass das Verbot die Reaktion auf eine terroristische Gefährdung ist. Das US-Heimatschutzministerium verweist in seiner Mitteilung lediglich darauf, dass Terroristen weiterhin Angriffe auf die Verkehrsluftfahrt planten und dabei neuartige Methoden ausprobierten.

Die türkische Regierung verlangte inzwischen, das Verbot für Flüge aus der Türkei müsse rückgängig gemacht oder entschärft werden. Der Istanbuler Flughafen sei sicher, sagte der Verkehrsminister; man dürfe ihn mit den anderen auf der Liste nicht in einen Topf werfen.

Die Fluggesellschaften müssen die neuen amerikanischen Verbote ab kommenden Samstag umsetzen. Diese Regelungen gelten unbefristet, sollen aber im Oktober überprüft werden.

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