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Robbenjagd in Kanada: Bis zu 5.000 Tiere werden getötet

Vor der Küste von Neufundland in Kanada hat die Robbenjagd begonnen.

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Robbenjagd in Kanada: Bis zu 5.000 Tiere werden getötet

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Vor der Küste von Neufundland in Kanada hat die Robbenjagd begonnen. Bis zu 5000 ausgewachsene Sattelrobben dürfen bis zum 7. April 2017 getötet werden, teilte das Fischereiministerium Kanadas mit.

Mützenrobben dürften in dieser Zeit nicht gejagt werden. Traditionell
ist die Jagd bis Mitte April untersagt, weil Muttertiere in dieser
Zeit noch Junge gebären.

Der International Fund for Animal Welfare (IFAW) sieht das aber sehr kritisch: “Die jährliche Schlacht vor Entwöhnung der Jungen zu eröffnen, erhöht die Gefahr, dass stillende Weibchen getötet werden und Robbenbabys verhungern. Die Jagd in dieser Zeit stört die Paarung, was die nächste Generation von Sattelrobben möglicherweise gefährdet.”

Die Folgen des Klimawandels machten den Tieren bereits genug zu schaffen und führten zu höheren Sterblichkeitsraten bei Robbenbabys.
Aktivisten hatten Kanadas Premierminister Justin Trudeau mehrfach
gedrängt, die umstrittene Robbenjagd komplett zu verbieten. Seit
einem 2009 verhängten EU-Verbot zum Handel mit Robbenprodukten ist der Markt bereits geschrumpft. Kanada wehrte sich bei der Welthandelsorganisation WTO vergeblich gegen dieses Verbot.

Laut IFAW ist die Zahl der aktiven Jäger zwischen 2006 und 2014 von
etwa 5600 auf etwa 400 geschrumpft.

In der Antarktis sollen Pinguine, Robben und Co jetzt effektiv geschützt werden.

Schon seit 2013 vertritt die EU einen Boykott der Robbenjagd.