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Mehr als 250 Tote: Kolumbianische Stadt Mocoa versinkt im Schlamm

Staatspräsident Juan Manuel Santos sagte der betroffenen Bevölkerung Soforthilfe zu.

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Mehr als 250 Tote: Kolumbianische Stadt Mocoa versinkt im Schlamm

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Die Erdrutsche in Kolumbien haben mittlerweile mehr als 250 Todesopfer gefordert. Das gab Staatspräsident Juan Manuel Santos bekannt. Die Stadt Mocoa im Departamento de Putumayo im Südwesten des Landes ist ganz besonders betroffen: Nach starken Niederschlägen führten drei Flüsse in der Region deutlich mehr Wasser als sonst, es kam zu Überschwemmungen. Das Erdreich hielt den Wassermassen nicht stand, zu Rutsche und Lawinen waren die Folge.

“Wir, die Behörden und die Bürger der Stadt Villagarzón, tun alles Menschenmögliche, um die Leichen aus dem Fluss zu bergen und sie zum Friedhof zu bringen. Unterstützt werden wir von der Polizei und von der Armee”, so Jhon Calderon, der Bürgermeister von Villagarzón, eines Ortes südlich von Mocoa.

Staatspräsident Santos sagte zu, dass die Regierung die Bestattungskosten übernehmen und den betroffenen Familien finanzielle Soforthilfe zukommen lassen werde. Ein Krisenstab wurde eingerichtet, zur Versorgung der Bevölkerung wurden Hilfsgüter in das Katastrophengebiet gebracht.

Um dem Ausbruch von Seuchen und Krankheiten vorzubeugen, soll in Mocoa eine kurzfristig anberaumte Massenimpfung durchgeführt werden.