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Held im Internet: Philippe Poutou (50), der Rockstar unter Frankreichs Kandidaten


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Held im Internet: Philippe Poutou (50), der Rockstar unter Frankreichs Kandidaten

Hot Topic Mehr zu Präsidentschaftswahl in Frankreich 2017

Er ist der Star der TV-Debatte der elf Kandidaten der französischen Präsidentschaftswahl: der Antikapitalist Philippe Poutou (50) hat vor allem François Fillon und Marine Le Pen mit den Korruptionsvorwürfen gegen sie konfrontiert. Zu Le Pen sagte Poutou, für Arbeiter gebe es keine Immunität, wenn er von der Justiz einbestellt werde, müsse er hingehen. Marine Le Pen werde vom System geschützt. Die Kandidatin des rechtsextremen Front National war einer Aufforderung der Justiz, zur Veruntreuung von EU-Geldern auszusagen, nicht gefolgt.

Philippe Poutou ist vor 50 Jahren in einem Vorort im Norden von Paris geboren. Sein Vater war Briefträger, seine Mutter Hausfrau. Der Präsidentschaftskandidat der linksextremen NPA (Nouveau Parti Anticapitaliste) arbeitet in Bordeaux beim Autobauer Ford. Bei der Präsidentschaftswahl 2012 hatte Poutou 1,15 Prozent der Stimmen erreicht.

In den sozialen Medien wird Philippe Poutou jetzt gefeiert. Seine Aussagen bei der Debatte werden millionenfach geteilt und mit witzigen Verfremdungen angereichert.

Einige sehen in dem linksextremen Kandidaten einen Rockstar. Angeblich hatte der Ford-Arbeiter schon Mühe, überhaupt zur Debatte zu gelangen, weil ihn die Sicherheitsleute vor dem TV-Studio für einen Clochard hielten. Nach der Marathon-Diskussion von mehr als drei Stunden lehnte es Poutou ab, sich für ein Foto mit den anderen zehn Bewerben aufzustellen.

Rambo gegen das Establishment

Die Reaktionen der anderen Kandidaten – vor allem die des konservativen François Fillon auf die Vorwürfe von Philippe Poutou waren an den Blicken und Gesten zu sehen.

Wir haben einige der witzigsten Videos zusammengestellt. Da tritt Poutou als Hollywood-Star auf und zerlegt als Rambo das Establishment.

Er wird mit einem Rafale-Kampfflugzeug verglichen, das zwei Gegner zerstört.

Poutou ist der Sieger der Debatte, meinen viele.

“Libération” spricht vom Recht darauf, keinen Respekt zu zeigen.

Eine Zusammenfassung der Debatte mit Poutou sehen Sie hier

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