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Baskische ETA-Separatisten übergeben ihre Waffen


Spanien

Baskische ETA-Separatisten übergeben ihre Waffen

Die baskischen Separatisten der ETA haben nach eigenen Angaben alle ihre Waffen übergeben.

Den französischen Behörden sei eine Liste von Waffenverstecken in Frankreich ausgehändigt worden, teilten Mitglieder
der – inoffiziellen – CIV-Kommission mit, die die im März angekündigte Entwaffnung überwachen soll.

Frankreichs Regierung spricht nun von einem großen Schritt und von einem wichtigen Tag. Inzwischen teilte sie auch mit, in den Verstecken seien fast dreieinhalb Tonnen an Waffen, Munition und Sprengstoff gewesen.

Dagegen betont die Regierung in Spanien, wo die ETA-Anschläge zumeist verübt wurden, die Gruppe könne im Gegenzug für die Waffenabgabe nichts erwarten, schon gar keine Begnadigungen oder Straffreiheit. Die ETA sei besiegt und müsse sich jetzt auflösen, sich bei ihren Opfern entschuldigen und verschwinden.

Die ETA wollte über Jahrzehnte mit Anschlägen ein unabhängiges Baskenland in Spanien und Frankreich durchsetzen; das Gebiet erstreckt sich über die Grenze. In fast fünfzig Jahren wurden dabei mehr als achthundert Menschen getötet.

Seit 2011 verübte die ETA keine Anschläge mehr, behielt aber immer noch ihre Waffen.