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Frankreich vor der Wahl: Proteste für den Sozialstaat


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Frankreich vor der Wahl: Proteste für den Sozialstaat

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Kurz vor der Wahl in Frankreich haben 70 kleinere Gewerkschaften, Gewerkschaftssektionen und andere Organisationen zu einer Großdemonstration in Paris aufgerufen. 2.000 Menschen sind nach Angaben der Organisatoren gekommen, um für den Sozialstaat zu demonstrieren. Es sollte eine starke Nachricht sein, eine Warnung an den künftigen Präsidenten, die Kürzungen beim Sozialstaat nicht weiter fortzusetzen.

Vom Place de la République zogen die Demonstranten Richtung Place de la Bastille. Einige riefen zu einem Generalstreik im französischen Mutterland ebenso wie in den Überseegebieten auf. Die Proteste liefen größtenteils friedlich ab. Es gab aber dennoch Zusammenstöße zwischen der Polizei und ein paar Dutzend gewaltbereiten Autonomen unter den Demonstranten.

Die französische Gesellschaft hängt im Vergleich mit anderen Staaten ganz besonders an den Errungenschaften ihres Sozialstaats. Ihren Anfang nahm die derzeitige Protestwelle, als die Regierung ein neues Arbeitsgesetz beschließen und damit den wirtschaftlichen Schwierigkeiten im Land entgegentreten wollte. Am Ende drückte der scheidende Präsident Francois Hollande das Gesetz ohne Abstimmung im Parlament durch; zuvor war es aber aufgrund der Proteste von Gewerkschaften stark aufgeweicht worden.

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