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Syrische Schutzzonen - Opposition verweigert sich


Kasachstan

Syrische Schutzzonen - Opposition verweigert sich

Russland, die Türkei und der Iran haben die Einrichtung von Schutzzonen im Bürgerkriegsland Syrien vereinbart. Das Memorandum wurde am Donnerstag bei den Syrien-Gesprächen in der kasachischen Hauptstadt Astana unterzeichnet. In Regionen, die von Gegnern der syrischen Führung gehalten werden, soll die Bevölkerung in vier Schutzzonen flüchten können. Dort soll nach russischen Angaben von Samstag an nicht mehr gekämpft werden. Obwohl Russland und der Iran als Garanten der seit Ende 2016 geltenden Waffenruhe auftreten, werden die russische Luftwaffe und iranische Milizen für viele Verletzungen der Feuerpause verantwortlich gemacht. Russlands Luftwaffe hat in den vergangenen Monaten trotz Waffenruhe unter dem Vorwand der Terrorbekämpfung Angriffe auf Rebellengebiete geflogen. In den künftigen Schutzzonen ist die Al-Kaida-nahe Extremistengruppe Tahrir al-Scham stark. Drei Vertreter der syrischen bewaffneten Opposition verließen aus Protest gegen die Beteiligung des Irans an dem Memorandum die Sitzung in Astana. Syriens Opposition erklärte, sie sei nicht Teil des Abkommens.