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Sturgeon hält Tories klein

Die schottische Regierungschefin spielt die Erfolge der britischen Konservativen bei den Kommunalwahlen in Teilen des Landes herunter.

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Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon hat die Erfolge der britischen Konservativen bei den Kommunalwahlen in Teilen des Landes heruntergespielt. Nach Auszählung aller Stimmen ergab sich für die Partei von Premierministerin Theresa May ein Zugewinn von 558 Sitzen. In elf Kommunalparlamenten konnten die Tories die absolute Mehrheit erringen.

Labour verlor dagegen 320 Sitze. Die europafeindliche Ukip-Partei büßte 114 von 115 Sitzen ein. Beobachter sahen die Abstimmungen in Wales, Schottland und Teilen Englands als Testlauf für die vorgezogene Parlamentswahl am 8. Juni.

Sturgeon sagte in Glasgow, wo ihre Nationalpartei erstmals stärkste Kraft wurde:Interessant ist, dass sich die Unterstützung von Labour und den Konservativen spiegelt. Die Tories haben vom Labour-Kollaps profitiert. Also hat nicht die Schottische Nationalpartei Boden an die Tories verloren, sondern Labour. In Bezug auf die kommende Wahl nehme ich nichts als selbstverständlich an, aber meine Partei hat jetzt mit einigem Abstand mehr Stimmen, mehr Sitze und mehr Räte gewonnen als jede andere Partei.

Viele traditionelle Labour-Wähler sind offenbar unzufrieden mit dem Kurs ihrer Partei für den EU-Austritt Großbritanniens. Auch deshalb sagen Umfragen den Konservativen bei der Parlamentswahl im Juni einen haushohen Sieg voraus. Labour und Ukip müssen erneut mit klaren Niederlagen rechnen. May will sich mit der Parlamentswahl eine komfortable Mehrheit und mehr Rückendeckung für die Brexit-Verhandlungen verschaffen.