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Emmanuel Macron: Vom Außenseiter zum französischen Präsidenten


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Emmanuel Macron: Vom Außenseiter zum französischen Präsidenten

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Emmanuel Macron hat eine beeindruckende Karriere hingelegt. Geboren im Dezember 1977 war er schon Investmentbanker, Regierungsberater und Minister. Sein politischer Stern ging auf, als François Hollande die Präsidentschaftswahl gewann. Macron kündigte bei der Investmentbank und wechselte in die Politik. Er wurde Hollandes Berater für Wirtschafts- und Finanzpolitik 2014 wurde Emmanuel Macron zum Minister für Wirtschaft, Industrie und Digitales ernannt.

Ein Gesetz, dass seinen Namen trägt, löste große Kritik aus. Das Gesetz Macron war ein Bündel von Maßnahmen. Es sollte die Wirtschaft liberalisieren. Rechten Kritikern war es zu kompliziert, für die Linken war es ein Abbau des Sozialstaats.

Im April 2016 rief er seine eigene politische Bewegung ins Leben. Sie sollte politisch weder links noch rechts stehen. In seinem Präsidentschaftswahlkampf positionierte er sich als pro-europäisch, wirtschaftsnah aber nicht radikal liberal. Er trat für ein weltoffenes Frankreich ein, machte sich stark für die Aufnahme von weiteren Flüchtlingen, in Absprache mit den europäischen Partnern. Er wollte die öffentlichen Ausgaben um 60 Milliarden Euro reduzieren. Er wollte das Arbeitsrecht flexibilisieren. Am Renteneintrittsalter von 62 Jahren sollte sich aber nichts ändern.

Nach der ersten Runde der Präsidentschaftswahl lag er vorne. Die Wähler hatten die etablierten Parteien abgestraft. Neben Macron schaffte es die Rechtspopulistin Le Pen in die zweite Runde.

Am Ende hat Macron es geschafft, die Anti-Establishment-Stimmung im Land für sich zu nutzen.Er ging als Favorit in die zweite Runde der Präsidentschaftswahl. Deshalb ist das Ergebnis keine Überraschung. Seine Aufgabe wird es nun sein, zu zeigen, dass er das Land tatsächlich führen kann. Der Weg des Emmanuel Macron hat gerade erst begonnen. Im Juni ist in Frankreich Parlamentswahl.

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