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Costa-Concordia-Unglück: 16 Jahre Haft für Kapitän

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Costa-Concordia-Unglück: 16 Jahre Haft für Kapitän

Der Kapitän des havarierten Kreuzfahrtschiffs Costa Concordia muss in Haft. 16 Jahre Gefängnis beträgt die Strafe, auch der Gang vor das höchste Gericht Italiens ändert nichts an der Schuldfrage. Die Richter befanden ihn der fahrlässigen Tötung und des Herbeiführens einer Katastrophe für schuldig.

Das Schiff war mit rund 4.000 Passagieren an Bord im Januar 2012 zu nah an die Insel Giglio vor Italien herangefahren. Die Costa Concordia rammte einen Felsen und bekam Schlagseite. 32 Menschen starben. Die Anweisung für das riskante Maneuver hatte der Kapitän gegeben. Später wurde er dafür kritisiert, dass er das havarierte Schiff frühzeitig verlassen hatte.

Aus seiner Sicht wurde er Opfer einer Presse-Kampagne; sofort nach der Katastrophe aller Welt als Feigling präsentiert. In einem Internetvideo schilderte er seine Sicht der Dinge.

Tatsächlich ging der Name des Schuldigen um die Welt, untrennbar ist er in der öffentlichen Wahrnehmung mit der Katastrophe verbunden. Die Verteidiger sagten noch am Freitag in Rom, der Kapitän sei Opfer eines Komplotts geworden. Um das Gericht von ihrer Version des Hergangs der Havarie zu überzeugen, wollten sie eine DVD als weiteres Beweismittel einbringen. Das lehnte das Revisionsgericht ab.

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