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Viele Tote: Angriff auf Spielcasino in Manila

Ein bewaffneter Mann hat in Manila in einem Spielcasino um sich geschossen und Spieltische angezündet. Viele Menschen wurden später erstickt aufgefunden.

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Viele Tote: Angriff auf Spielcasino in Manila

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Ein bewaffneter Mann hat in Manila in einem Spielcasino um sich geschossen und Spieltische angezündet.

Später wurde er nach Polizeiangaben in einem Hotelzimmer des Gebäudekomplexes tot aufgefunden; demnach hatte er sich dort wohl verbrannt.

Nach neuen Angaben wurden jetzt außerdem sogar fünfundzwanzig oder – je nach Quelle – sogar mehr als dreißig Tote aufgefunden. Die meisten Opfer waren im Feuer erstickt, das sich über mehrere Etagen ausgebreitet hatte.

Das Casino in der philippinischen Hauptstadt ist Teil eines ganzen Hotel-, Kino- und Theaterkomplexes, gleich am Flughafen.

Die Ermittler in Manila gingen nach dem Vorfall in dem Casino zunächst von einem Raub aus, wussten da aber noch nichts vom Selbstmord des Täters. Eine terroristische Tat schlossen sie jedenfalls aus.

Der philippinische Polizeichef sagte, der Mann habe nicht auf Menschen geschossen und sei sofort in den Raum gegangen, wo die Spielchips lagerten. Eine Polizeisprecherin teilte seitdem noch mit, Chips im Wert von zwei Millionen Euro seien wieder aufgefunden worden.

Im Landessüden führt die philippinische Regierung seit gut einer Woche einen erbitterten Kampf gegen Islamisten. Auf der Insel Mindanao gilt der Ausnahmezustand.

In diesem Teil der mehrheitlich katholischen Philippinen kämpfen moslemische Separatisten seit den Sechzigerjahren für Autonomie.