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Zoff zu Rock am Ring und Lieberberg (71), der Muslime zum Demonstrieren auffordert


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Zoff zu Rock am Ring und Lieberberg (71), der Muslime zum Demonstrieren auffordert

Es geht es ein Aufschrei durch die sozialen Medien, denn der Organisator des Festivals “Rock am Ring” ist wegen seiner Rede nach der Terrorwarnung vom Freitagabend in die Kritik geraten. Der Konzertveranstalter Marek Liebermann (71) hatte bei einer Pressekonferenz am Freitagabend verlangt, dass “Muslime zu Zehntausenden auf die Straße gehen und gegen den Terror demonstrieren” sollten.
Die FAZ spricht von einem “Ausraster”, dpa schreibt Marek Liebermann habe “ aufgebracht und angefressen” “seinem Ärger Luft gemacht”.

Lieberberg ist einer der wichtigsten Musik-Promoter in Deutschland, er ist in Frankfurt geboren, seine Eltern hatten den Holocaust überlebt – und “Rock am Ring” ist sein “Baby”, das ihm schon im vergangenen Jahr Sorgen bereitet hatte, als durch heftige Unwetter mit Blitzschlag mehr als 70 Musikfans verletzt wurden.

Auf Twitter ist die Mehrheit der User empört über Lieberberg – auch wenn einige Verständnis äußern. Die Journalistin Annett Meiritz schreibt auf Facebook: “Dass sich führende Vertreter des Islam stärker vom Missbrauch ihrer Religion durch Gewalttäter distanzieren müssen, erzählt übrigens auch Cem Özdemir am Parteitagsrednerpult. Das ist eine Debatte, die man durchaus führen kann und muss. Lieberberg in diesem Zusammenhang in die rechte Ecke stellen zu wollen, ist absurd.
Gleichwohl muss sich ein kluger Kopf wie Lieberberg darüber bewusst sein, dass seine Sätze in braunschmutzigen Kreisen gefeiert werden. Rausgerutscht sind sie ihm nicht, er meint das, was er sagte: Muslime sollen im großen Stil öffentlich gegen islamistische Terroristen demonstrieren.
Das ist schwierig, weil es erstens nicht stimmt, dass Muslime nach islamistischen Terroranschlägen in Europa nicht auf die Straße gingen (gemeinsam mit AtheistenChristenWhatever, was ein gutes Signal ist. Wäre eine Muslims-Only-Demo tatsächlich “besser”?).
Und er zweitens suggeriert, das jene Muslime in Europa (die allerallerallermeisten), die eben nix mit Terror am Hut haben, in der Bringschuld sind.
So einfach, so eindeutig ist eine Aussage wie von Lieberberg nicht zu bewerten und auseinanderzupflücken.
Nur eine Sache ist klar: Journalisten sollten nie bei einer PK applaudieren. Echt nicht.”

Viele verweisen darauf, dass Marek Lieberberg selbst bei Anti-Terror-Demos nicht mitgemacht hat.



Dieser Twitterer findet den Verlauf der Diskussion einfach nur traurig.


Beifall fand Lieberberg bei der AfD.


Nach der Terrorwarnung beim Sommerfestival “Rock am Ring” am Nürburgring war die Polizei mit dem Verhalten der Musikfans sehr zufrieden gewesen. In den sozialen Medien gibt es auch sehr viele positive Kommentare zum Ablauf der Evakuierung am Freitagabend.

Die Gesänge der Menge haben viele sehr berührt.



Einige Besucher waren sicher enttäuscht, denn der Auftritt von Rammstein ist der Terrorwarnung zum Opfer gefallen.


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