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So schlecht, dass es schon wieder gut ist: "Museum des Scheiterns"

Auch Reinfälle haben ein Museum verdient, das "Museum of Failure" im südschwedischen Helsingborg.

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So schlecht, dass es schon wieder gut ist: "Museum des Scheiterns"

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Grüner Ketchup, fettarme Chips oder Tiefkühllasagne mit Zahnpastalogo – immer wieder stoßen durchaus gut gemeinte Produktideen auf den Markt, die sich einfach nicht durchsetzen. Ein Museum haben sie allemal verdient. Das Museum of Failure im südschwedischen Helsingborg.

Gut 60 Marketing- und Hightech-Flops kann man hier ab sofort bewundern und sich fragen, was da schief gelaufen ist, wie Psychologe und Museumsgründer Samuel West erläutert. “Wir wissen, dass 80 bis 90 Prozent aller Projekte scheitern und wir nie wieder etwas von ihnen hören. Sie verschwinden einfach von der Bildfläche. Was wir tun können ist, aus dem Scheitern zu lernen.”

Ein geradezu klassischer Reinfall war das Brettspiel “Trump the Game”. Was den Milliardär nicht davon abhielt, später Präsident zu werden. “Es ist im Grunde eine langweilige Version von Monopoly”, sagt West, “stark vereinfacht, damit auch Dumme mitspielen können. Aber eben furchtbar langweilig, überhäuft mit Trump-Logos, Anekdoten und Geschichten über seinen Erfolg. Einfach grottenschlecht.”

Auch die Schönheitsmaske der Denver-Clan-Schauspielerin Linda Evans, die mit integrierten Elektroschocks ewige Jugend versprach, war zum Scheitern verurteilt – und inspiriert uns nun im Museum in Helsingborg.
Dort sind übrigens nicht nur schräge Gadgets vertretren. sondern auch illustre Hightech-Flops wie die Datenbrille Google Glass.