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Russland: Oppositionsführer Nawalny gibt nicht klein bei

Alexej Nawalny befindet sich mitten im Präsidentschaftswahlkampf. Am Freitag eröffnete der Oppositionsführer ein weiteres Wahlbüro.

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Russlands Oppositionsführer Alexej Nawalny gibt nicht klein bei. Er verfolgt weiter seinen Plan, Wladimir Putin 2018 bei den Präsidentschaftswahlen herauszufordern. Jetzt hat er ein Wahlbüro in der Stadt Perm eröffnet. Zur Veranstaltung kamen vor allem sehr junge Anhänger. Nawalny versprach ihnen, gegen die Korruption zu kämpfen und rief für die nächste Woche zu neuen Protesten auf.

“Sind wir mit der Situation in unserem Land zufrieden?”, fragte Nawalny am Freitag in die Runde, die sofort im Chor verneinte. Nawalny weiter: “Seit Jahren bin ich das nicht. Deshalb habe ich diese Wahlkampagne gestartet. Ich ziehe von einer Region zur nächsten, um über ganz simple Dinge zu sprechen. Leute, ich bin unzufrieden mit der Lage in unserem Land. 18 Jahre lang wurde darüber geschwiegen.”

Alexej Nawalnys wiederholten Aufrufen zu Anti-Korruptions-Protesten folgten in den letzten Monaten russlandweit zehntausende Menschen. Immer wieder kam der Oppositionsführer vor Gericht. Im Februar wurde der Blogger wegen Veruntreuung zu fünf Jahren Bewährungsstrafe verurteilt. Er selbst kritisiert das Urteils als politisch motiviert. Es ist noch unklar, ob Nawalny tatsächlich zur Wahl antreten können wird.