Eilmeldung

US-Präsident Donald Trump hat sich vom Annäherungskurs an Kuba verabschiedet. Konkrete Schritte will der Präsident heute in Miami bekannt geben. Der Republikaner grenzt sich damit von der Annäherungspolitik seines Vorgängers Barack Obama ab. Bereits während der Amtszeit Obamas hatte Trump die Wende in der Kubapolitik als schlechten “Deal” für die US-Bürger kritisiert und gesagt er werde diesen aufkündigen.

Tatsächlich handelt es sich bei der Annäherung aber weniger um einen Deal, als um eine Reihe von Lockerungen. So können Amerikaner derzeit über kulturelle Austauschprogramme nach Kuba reisen. Mit rund 285 000 kamen in diesem Jahr schon so viele US-Bürger auf die kommunistische Insel wie im gesamten Vorjahr.

Trump wolle nun diese Reisebestimmungen leicht verschärfen und Zahlungen an das Militär des kommunistischen Inselstaates verbieten, hieß es aus dem Weißen Haus. Ziel von Trumps Politik ist es aber auch, amerikanischen Unternehmen nicht zu schaden, die Geschäfte in Kuba machen. Es daher wird keine völlige Rückkehr zur jahrzehhtelang herrschenden Eiszeit zwischen den Nachbarstaaten erwartet.

Ende 2014 hatte der damalige US-Präsident Barack Obama nach mehr als 50 Jahren Funkstille eine vorsichtige Öffnungspolitik im Verhältnis zu Kuba eingeleitet. Durch sie konnten US-Unternehmen Geschäfte mit Kuba und Bürgern aufnehmen und US-Bürger nach Kuba reisen. Das Handels- und Wirtschaftsembargo wurde allerdings nur leicht gelockert.