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G20: "1000 Gestalten" ziehen durch Hamburg


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G20: "1000 Gestalten" ziehen durch Hamburg

Zum G20-Gipfel ist eine graue Armee in der Hamburger Innenstadt aufmarschiert – schweigend und in Zeitlupe sollte sie die Menschen in der Stadt daran erinnern, in welchen Zwängen diese sich befinden – und wie diese sich davon befreien können. “1000 Gestalten” heißt das Projekt eines Kollektivs, das von zahlreichen Freiwilligen unterstützt wurde. Co-Organisatorin Catalina Lopez hofft auf eine Art politisches Erwachen: “Das Ziel unserer Performance ist es, die Menschen in den Herzen zu bewegen, ihnen die Motivation zu geben, sich wieder politisch zu engagieren. Wir wollen Bilder schaffen, weil wir an die Kraft der Bilder glauben und wir wollen Bilder schaffen, die für jeden verständlich sind und damit die Leute motivieren, mitzumachen, sich aus der verkrusteten Schale zu befreien und Teil des politischen Prozesses zu werden.”

“Ich bin sehr froh, dass eine Performance in dieser Form gibt, die sich jenseits der Krawallangst abspielt und etwas zeigt, das sehr wichtig und sehr gewichtig ist”, so eine Zuschauerin. “Ich bin sehr froh, dass das hier stattfindet.”

Schluss mit Stillstand und Egoismus: Die Performance soll ein Bild von Aufbruch, Gemeinsamkeit und Solidarität vermitteln. Zum Abschluss entledigten sich die “1000 Gestalten” ihrer grauen Panzer – und feierten in der Hamburger Innenstadt farbenfroh ihre Befreiung.