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Der Online-Videodienst Netflix kann trotz zunehmender Konkurrenz immer mehr Kunden anlocken und hat seine eigenen Wachstumserwartungen übertroffen.

Im vergangenen Quartal gewann das Unternehmen gut fünf Millionen neue Abonnenten dazu. Anvisiert waren etwas über drei Millionen. Die Aktie sprang am Montag nachbörslich um fast elf Prozent auf ein Rekordhoch bei rund 179 Dollar. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um fast ein Drittel auf knapp 2,8 Milliarden Dollar und der Gewinn von 41 auf 66 Millionen Dollar.

Wichtig sind die Kundenzahlen, über eine Million Abonneten inzwischen, da sie die teuren Produktionen wie “Stranger Things” , “The Crown” oder den Serien-Klassiker “House of Cards” rechtfertigen, mit denen sich der Streaming-Dienst von der Konkurrenz unterscheiden will. “Glow” heißt das neueste Schlachtross, eine Serie über Frauen-Wrestling.

Netflix gibt in diesem Jahr rund sechs Milliarden Dollar für Inhalte aus – vor allem geliehenes Geld. Firmenchef Reed Hastings betonte nach der Vorlage der Quartalszahlen, man sehe sich in der Strategie bestätigt und werde weiter investieren.

Die Mühe zahlt sich aus: Der Streaming-Dienst liegt bei den Emmy Awards im September mit 91 Nominierungen auf Platz zwei nach HBO. Das sind 37 mehr als im Vorjahr.


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