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Auch nach Abbau der Metalldetektoren: Tempelberg-Krise schwelt weiter


Israel

Auch nach Abbau der Metalldetektoren: Tempelberg-Krise schwelt weiter

Tausende muslimische Gläubige versammelten sich auch am Dienstagabend in den Straßen rund um den Jerusalemer Tempelberg zum Gebet – aus Protest gegen die jüngste Verschärfung der Sicherheitsvorkehrungen. Trotz eines Kurswechsels der israelischen Regierung in der Tempelberg-Krise – die umstrittenen Metalldetektoren an Zugängen wurden wieder abgebaut – wollen die Palästinenser ihren Boykott vorerst aufrechterhalten.

Erst wenn der Zustand am Tempelberg wieder so sei, wie vor zwei Wochen, würden die Gespräche wieder aufgenommen werden, sagte Palästinenserpräsident Mahmud Abbas am Dienstag in Ramallah. Bis dahin bleibe das Einfrieren der Sicherheitskooperation bestehen. Man wolle untersuchen, was in den vergangenen knapp zwei Wochen passiert sei und dann über das weitere Vorgehen entscheiden.

Israels UN-Botschafter entgegnete vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in New York, die Palästinensern versuchten, die Gewalt in Jerusalem neu zu entfachen. Israels höchste Priorität sei die Sicherheit aller Gläubigen und Besucher auf dem Tempelberg. Mahmud Abbas behaupte, er wolle den Frieden, verherrliche und unterstütze dabei jedoch aktiv den Terror.

Der jüngste Konflikt hatte sich am 14. Juli entzündet, als drei arabische Attentäter am Tempelberg zwei israelische Polizisten getötet hatten. Sie wurden dann selbst erschossen. Daraufhin hatte Israel schärfere Sicherheitsvorkehrungen verfügt. Es kam zu Protesten und schweren Unruhen mit mehreren Todesopfern und Hunderten Verletzten.