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25 Jahre Operalia: Furioses Jubiläum in Astana


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25 Jahre Operalia: Furioses Jubiläum in Astana

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Innerhalb von 25 Jahren hat Placido Domingo aus dieser Veranstaltung einen Termin gemacht, den man nicht verpassen darf: Der internationale Gesangswettbewerb Operalia bietet jeden Sommer die Operngrößen von morgen auf. Ende Juli fand der diesjährige Wettbewerb in Astana, der Hauptstadt Kasachstans, statt.

“Ich bin sehr stolz auf diese Veranstaltung und erfreut darüber, 25 Jahre Operalia zu feiern. Es ist also gewissermaßen die Silberhochzeit! Ich hoffe, dass ich diesen Wettbewerb so lange ich da bin weiterführen kann – und danach meine Familie, meine Kinder und meine Enkel”, so Domingo.

Eine der großen Entdeckungen in diesem Jahr war die aus Rumänien stammende Sopranistin Adela Zaharia. Die Sängerin aus dem Ensemble der Düsseldorfer Oper erhielt als Operalia-Siegerin den Zarzuela-Preis.

“Es ist ein Moment der Euphorie am Ende einer unglaublichen Woche, die spannend war, aber auch jede Menge Arbeit, Druck und Stress enthielt. Im Kreis der 40 Finalisten zu stehen, ist bereits etwas ganz Großes. Ich habe bislang an keinen Wettbewerben teilgenommen und wollte herausfinden, wo ich im Vergleich zu anderen Sängern, aber auch in Hinblick auf die Anforderungen der großen Opernhäuser und der wichtigsten Bühnen stehe”, sagt Zaharia.

In der Männerkonkurrenz hinterließ der südafrikanische Tenor Levy Sekgapane bleibenden Eindruck. “Ich habe bei den meisten Wettbewerben mitgemacht: Belvédère, Montserrat Caballé und andere”, erzählt er. “Ich hatte das Gefühl, dass in meiner Entwicklung als Opernsänger noch etwas fehlt und dachte mir, dass ich noch an Operalia teilnehmen sollte. Ich wollte Maestro Domingo kennenlernen und mit ihm zusammenarbeiten. Er ist der Großmeister der Oper, der Opernwelt!” Sekgapane wandelte mit seiner Operalia-Teilnahme auf den Spuren seiner Landsfrau Pretty Yende, die 2011 beim in Moskau dabei war und damals gewann.

Sieger des Zarzuela-Preises wurde der italienische Tenor Marco Ciaponi. Giuseppe Acquaviva, Direktor des Teatro Carlo Felice im italienischen Genau, gehörte zum ersten Mal zu den Preisrichtern. “Sehr oft sind die sogenannten Rampensäue formell gesehen technisch nicht die besten. Doch sie haben dieses gewisse Extra, das das Publikum in Verzückung versetzt. In diesem Wettbewerb gibt es Sänger dieser Güteklasse”, sagt Acquaviva.

Denn bei Operalia haben auch die Zuhörer Stimmrecht. Sie entschieden sich für die kasachische Sopranistin Maria Mudryak und den koreanischen Bariton Leon Kim. Domingo: “Die Preisrichter sind Operndirektoren – sie stellen später einige der Kandidaten ein, das ist klar. Mittlerweile ist es äußerst schwierig, Opernhäuser zu finden, an denen keine Operalia-Gewinner oder -finalisten singen.”

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