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Air-Berlin-Insolvenz: Was Reisende wissen müssen

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Air-Berlin-Insolvenz: Was Reisende wissen müssen

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Air Berlin ist insolvent, worauf müssen sich die Reisenden jetzt einstellen? Zunächst soll im Flugverkehr alles bleiben wie bisher. Wie das Unternehmen auf seiner Internetseite mitteilte, behalten die Flugpläne ihre Gültigkeit, die Flüge (auch der österreichischen Tochtergesellschaft NIKI) werden wie vorgesehen ausgeführt.

Alle bereits erworbenen Flugscheine behalten ihre Gültigkeit, Flüge sind auch künftig weiterhin buchbar. Air-Berlin-Geschäftsführer Thomas Winkelmann sagte in einer Stellungnahme des Unternehmens: “Wir arbeiten unermüdlich daran, in dieser Situation das Beste für das Unternehmen, für unsere Kunden und unsere Mitarbeiter zu erreichen.” Sollte allerdings die Entscheidung getroffen werden, den Betrieb einzustellen, dürften die Kunden kaum eine Möglichkeit besitzen, ihre Kosten rückerstattet zu bekommen.

Air-Berlin-Stellungnahme im Wortlaut…

Air Berlin: Die Unternehmensgeschichte

Die Air-Berlin-(Vor-)Geschichte begann 1978 mit der Gründung als Chartergesellschaft. Über zwei Maschinen verfügte das Unternehmen damals. 1991 baute die Gesellschaft ihr Angebot deutlich aus und wurde in die Air Berlin GmbH & Co. Luftverkehrs KG umgewandelt. 2004 stieg Air Berlin bei der österreichischen Fluglinie NIKI ein, 2006 folgte der Gang an die Börse. Im September 2011 löste Hartmut Mehdorn (ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG) den langjährigen Geschäftsführer Joachim Hunold ab. Im Rahmen von Sparmaßnahmen wurde die Flotte um 18 Maschinen reduziert.

Die Fluggesellschaft Etihad kaufte 2012 weitere Anteile an Air Berlin und besaß fortan 29 Prozent. 2013 setzte der neue Vorstandsvorsitzende Wolfgang Prock-Schauer auf ein noch strikteres Sparprogramm, zahlreiche Arbeitsplätze wurden gestrichen, Air Berlin verfügte fortan nur noch über 142 Flugzeuge. Im Februar 2015 gab es abermals einen Wechsel an der Konzernspitze: Stefan Pichler übernahm die Unternehmensleitung.

Im Februar dieses Jahres trat Thomas Winkelmann seinen Dienst als neuer Air-Berlin-Geschäftsführer an. “Hinter mir stehen rund 7.500 Airberliner, die an Bord unserer Flugzeuge, an den Flughäfen und in der Verwaltung alle Maßnahmen umsetzen, um eine nachhaltige und gewinnbringende Zukunft für Air Berlin sicherzustellen”, sagte Winkelmann damals.

Auf Twitter wird über die Insolvenz der Fluggesellschaft gespottet.